Neue Berufe in der Geoinformationswirtschaft

Am 1. August 2010 treten neue Ausbildungsordnungen für die Berufe Geomatiker/-in und Vermessungstechniker/-in in Kraft.

Geomatiker/-innen gestalten vor allem das Management von Geodaten. D. h. sie erfassen, analysieren und speichern die Daten und präsentieren sie in verschiedenen Medien wie zum Beispiel Karten und Navigationsinstrumenten.

Der modernisierte Beruf Vermessungstechniker/-in ist um neue Elemente der Geoinformationstechnologie und spezielle Qualifikationen der Messtechnik erweitert worden. Die Vermessungstechniker/-innen können an Liegenschaftsvermessungen, Verfahren der Grundstückswertermittlung oder technischen Vermessungen beteiligt sein.

Beide Tätigkeiten erfordern so unterschiedliche Aspekte wie die Beherrschung komplexer räumlicher Sachverhalte, Anwendung von mathematischen und IT-Kenntnissen, grafische Gestaltung, Kundenorientierung und berufsbezogene Rechtskenntnisse. Arbeitsstellen für Geomatiker/-innen bietet der öffentliche Dienst ebenso wie die private Wirtschaft, so zum Beispiel in Landesämtern für Vermessung und Geobasisdaten, Vermessungs- und Katasterverwaltungen, Vermessungs- und Ingenieurbüros sowie kartografischen oder Fernerkundungsunternehmen.

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Ausgewählte Ausbildungsprofile im der Geoinformationsbranche

  • Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste lernen in der dreijährigen Ausbildung in einer der fünf verschiedenen Fachrichtungen: Archiv, Bibliothek, Information und Dokumentation, Bildagentur und Medizinische Dokumentation. Sie beschaffen, erfassen, erschließen und sichern Medien, Informationen und Daten. Sie recherchieren in Datenbanken und –netzen, informieren, beraten und betreuen Kunden und Benutzer und wirken an der Öffentlichkeitsarbeit und am Marketing mit. Arbeitsgebiete sind u.a. Medien- und Pressearchive, Informationsagenturen, pharmazeutische Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Mehr Informationen zum Berufsbild Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste auf den Internetseiten des Bundesinstituts für Berufsbildung

  • Fachinformatiker/-innen konzipieren und realisieren kundenspezifische Softwareanwendungen und komplexe Systeme der Informations- und Telekommunikationstechnik. Sie führen neue oder modifizierte Systeme ein, präsentieren diese und stehen den Kunden und Benutzern für die fachliche Beratung, Betreuung und Schulung zur Verfügung. Typische Einsatzgebiete sind u.a.: Kaufmännische und technische Systeme, Netzwerke, Multimedia-Systeme, Fest- oder Funknetze. Mehr Informationen zum Berufsbild Fachinformatiker-/in auf den Internetseiten des Bundesinstituts für Berufsbildung

  • Informationselektroniker/-innen planen Informations- und Kommunikationssysteme entsprechend den Kundenanforderungen. Sie installieren Komponenten, Software, Zubehöre und Netzwerke. Sie realisieren kundenspezifische Anforderungen durch Anpassen von Hardware und Software. Sie beraten und schulen Benutzer bei der Einführung von Systemen. Sie führen Wartungsarbeiten durch und beseitigen Störungen. Mehr Informationen zur 3,5-jährigen Ausbildung zum/r Informationselektroniker/-in auf den Internetseiten des Bundesinstituts für Berufsbildung

  • Kauffrauen/-männer für audiovisuelle Medien sind in Medienunternehmen tätig und übernehmen kaufmännische Tätigkeiten in Arbeitsgebieten wie Produktionsorganisation, Marketing, Vertreib oder betriebliche Steuerung und Kontrolle. Sie analysieren und beurteilen Konzepte, Produkte und Dienstleistungen ihres Unternehmens unter Berücksichtigung wirtschaftlicher, rechtlicher und technischer Gesichtspunkte. Sie planen den Personal- und Materialeinsatz für die Medienproduktion, prüfen Finanzierungsmöglichkeiten, beraten und verhandeln mit Kunden und Anbietern. Mehr Informationen zur dreijährigen Ausbildung zum/r Kauffrau/-mann für audiovisuelle Medien auf den Internetseiten des Bundesinstituts für Berufsbildung

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