Ausgabe vom 29.06.2009
Editorial
Qualitätssicherung in der Weiterbildung und in der Bildungsberatung spielen eine immer größere Rolle. Nicht nur die Bundesagentur für Arbeit (BA), auch viele andere Fördermittelgeber setzen voraus, dass Bildungsdienstleister sich durch ein aktuelles Qualitätsmanagementsystem (QMS) zertifizieren lassen. In unserem aktuellen Newsletter stellen wir zu diesem Thema ein neues Qualitätsmanagementsystem für kleine Bildungsunternehmen vor sowie eine Fördermöglichkeit für Brandenburger Bildungsanbieter, die sich dem Thema der internen Qualitätsentwicklung stellen wollen.
Eine interessante Lektüre wünscht das Team der Weiterbildungsdatenbank Brandenburg!
Inhalte
- Qualitätssicherung für Brandenburgische Bildungsdienstleister
- LKWK - Qualitätsmanagementsystem für kleine Bildungsunternehmen
- Neuer Durchgang 'Bildungsberatung & Kompetenzentwicklung'
- Stipendien für dreimonatige Berufspraktika in Europa
- Fördermittel für den Einsatz digitaler Medien in der Aus- und Weiterbildung
- Neue ESF-Sozialpartner-Richtlinie stärkt berufliche Weiterbildung
- 5.000 zusätzliche Ausbildungsplätze in den neuen Bundesländern
Qualitätssicherung für Brandenburgische Bildungsdienstleister
Brandenburgische Bildungsdienstleister können sich in den Jahren 2009 und 2010 zum Thema Qualitätsentwicklung kostenfrei beraten und unterstützen lassen. Dies ist das Ziel eines neuen ESF-Programms des Brandenburger Bildungsministeriums (MBJS).
Im Rahmen des Programms kann sowohl die gesamte Einrichtung spezifisch zu ihren Fragen der Qualitätsentwicklung durch ein Projektreview beraten als auch relevante Themen der Qualitätsentwicklung in übergreifenden Seminaren diskutiert werden. Für Führungspersonen und Qualitätsbeauftragte wird zusätzlich ein individuelles Coaching angeboten. Die Themen der Projektreviews können von der Organisation selbst festgelegt werden.
Seminare zu aktuellen Fragen der Qualitätsnetwicklung ergänzen das Angebot. Das erste findet am 3. Juli 2009 in Bad Saarow zum Thema ‚Pressearbeit in der Weiterbildung’ statt. Ein Qualitätsring allen Brandenburger Bildungsberatern 3-5 mal im Jahr einen Erfahrungsaustausch zum Thema Qualitätsentwicklung ermöglichen.
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LKW K - Qualitätsmanagementsystem für kleine Bildungsunternehmen
Die Lernerorientierte Qualitätstestierung in der Weiterbildung für Kleinstorganisationen (LQWK) wurde auf der Basis des LQW-Modells für sehr kleine Einrichtungen entwickelt, die ihre Bildungsarbeit mit maximal zwei hauptamtlichen Stellen organisieren.
Auch dieses Modell baut auf die klassischen 11 Qualitätsbereiche von LQW auf. Allerdings wurden die Anforderungen an die besonderen Bedingungen von kleinen Weiterbildungsorganisationen angepasst.
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Neuer Durchgang ‚Bildungsberatung & Kompetenzentwicklung’
Das Regionale Qualifizierungszentrum Dessau-Berlin-Brandenburg bietet von September 2009 bis Februar 2010 einen neuen Durchgang ‚Bildungsberatung & Kompetenzentwicklung’ als praxisbegleitende Weiterbildung für Bildungsberaterinnen und -berater an.
Die Qualifizierung richtet sich an Interessierte besonders in den Bundesländern Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt, die bereits jetzt oder zukünftig Aufgaben in verschiedenen Feldern der Bildungsberatung wahrnehmen.
Das Lernarrangement besteht aus fünf Präsenzphasen (jeweils Donnerstag, Freitag und Samstag) sowie online-unterstützten Selbststudienphasen und schließt mit einem Kolloquium am 26. Februar 2010 ab. Die Präsenzphasen der Weiterbildung finden in Berlin statt. Anmeldeschluss ist der 31. August 2009.
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Stipendien für dreimonatige Berufspraktika in Europa
Der Stadtjugendring Pforzheim (SJR) und der ‚Verein für Internationale Mobilität e.V.’ (VIMOB) bieten jungen Berufstätigen und Arbeitsuchenden Stipendien für einen dreimonatigen Aufenthalt im europäischen Ausland. In Italien/Vicenza, England/Totnes (Devon) oder in Spanien/San Sebastian können die Stipendiaten eine neue Sprache erlernen und ein Betriebspraktikum absolvieren.
Das Programm dauert von Ende August bis Ende November. Es richtet sich an junge Berufstätige und Arbeitssuchende ab 18 Jahren aus ganz Deutschland mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung vor allem aus dem handwerklichen und kaufmännischen Bereich. In den ersten drei Wochen findet ein Sprachkurs in der Landessprache statt. Anschließend geht es für neun Wochen in den Praktikumsbetrieb, wo die eigenen beruflichen Fähigkeiten auf den Prüfstand gestellt werden.
Das Stipendium im Rahmen des EU-Programms Leonardo da Vinci deckt die Kosten für Sprachkurs, Unterkunft, Versicherung, Praktikumsorganisation, Betreuung und Fahrtkosten ab. Die Eigenbeteiligung liegt bei EUR 350,00 (England EUR 550,00).
Weitere Informationen
- VIMOB - Verein für Internationale Mobilität e.V.
- Weitere Fördermöglichkeiten der beruflichen Weiterbildung
Fördermittel für den Einsatz digitaler Medien in der Aus- und Weiterbildung
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt die Entwicklung und Erprobung neuer Bildungsangebote mit digitalen Medien mit insgesamt rund 60 Millionen Euro. Mit dieser Förderung soll der Reformprozess im Bildungswesen und die Weiterentwicklung der beruflichen Qualifizierung weiter voran getrieben werden.
Mediengestützte Lern- und Informationssysteme sollen initiiert und eingeführt werden, die selbstgesteuertes und bedarfsabhängiges Lernen unterstützen. Durch die Förderrichtlinie des BMBF sind zahlreiche neue Angebote und Dienstleistungen, insbesondere in beschäftigungsintensiven Branchen angestoßen worden. Ergänzt werden diese Angebote durch Maßnahmen für Zielgruppen mit spezifischem Förderbedarf innerhalb der Aus- und Weiterbildung.
Weitere Informationen
- Arbeitsgruppe Neue Medien
- Informationen zum Thema Elearning
- Weitere Fördermöglichkeiten der beruflichen Weiterbildung
Neue ESF-Sozialpartner-Richtlinie stärkt berufliche Weiterbildung
Mit 140 Millionen Euro fördern das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und der Europäische Sozialfonds (ESF) in den nächsten Jahren die Weiterbildung von Beschäftigten. Ziel der neuen Sozialpartnerrichtlinie ist es, die Anpassungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu stärken und die Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu erhöhen.
Weitere Informationen
5.000 zusätzliche Ausbildungsplätze in den neuen Bundesländern
Mit dem Ausbildungsplatzprogramm Ost 2009/2010 aus dem Bund-Länder Programm bekommen unvermittelte 5.000 Bewerberinnen und Bewerber in den neuen Bundesländern und Berlin die Chance auf einen betriebsnahen oder außerbetrieblichen Ausbildungsplatz.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die beteiligten Länder finanzieren die 5.000 Plätze mit knapp 68 Millionen Euro. Bund und Länder tragen hiervon jeweils die Hälfte. In Sachsen stehen 1.079, in Brandenburg 989, in Sachsen-Anhalt 824, in Mecklenburg-Vorpommern 821, in Berlin 698 und in Thüringen 589 Programmplätze zur Verfügung.
Gefördert wird die Berufsausbildung in anerkannten Berufen nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung sowie eine schulische Berufsausbildung, die zu einem Abschluss nach Landes- oder Bundesrecht führt.
Weitere Informationen
- Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
- Ausbildungskompass der Weiterbildungsdatenbank Brandenburg
Impressum
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