Ausgabe vom 17.12.2009
Editorial
Ein wirtschaftlich und für einige sicher auch beruflich nicht ganz einfaches Jahr geht zu Ende. Um sich beruflich auf dem Laufenden zu halten oder sich neue Wege zu schaffen, haben sich auch in diesem Jahr viele Brandenburgerinnen und Brandenburger über die unterschiedlichen Möglichkeiten der beruflichen Weiterbildung von uns beraten lassen. In vielen Fällen mündete dies in einer beruflichen Qualifizierung - seit August auch häufig mit finanziert durch den neuen Brandenburger Bildungsscheck. Auch in 2010 unterstützen wir Sie wie immer gern bei allen Fragen rund um die berufliche Weiterbildung.
Wir wünschen Ihnen allen frohe Weihnachtstage und viel Mut, Kraft und Glück für all Ihre Vorhaben im Neuen Jahr und bedanken uns sehr herzlich für Ihr großes Interesse.
Ihr Team von Weiterbildung Brandenburg
Inhalte
- Neue Weiterbildungskurse 'Bildungsmanager/in'
- Online-Befragung des Verbunds Rück- und Zuwanderung
- Initiativpreis Aus- und Weiterbildung 2010
- Europaberatung Berlin
- Verbesserung der Bildungsprämienförderung ab Januar 2010
- Führungs- und Managementkompetenzen im Sozial- und Gesundheitswesen sehr gefragt
- Verstärktes Bildungscontrolling bei Betrieben
Neue Weiterbildungskurse ‚Bildungsmanager/in’
Die Qualifizierung zum /zur Bildungsmanager/in nimmt diese Inhalte auf und richtet sich an Freiberufliche bzw. selbstständige Dozent/inn/en, Trainer/innen, Bildungsberater/innen und Organisationsträger/innen, Mitarbeiter/innen von Bildungsträgern sowie Personen aus Kleinst-, Klein- und Mittelständischen Unternehmen. Am 11. Februar beginnt der neue Kurs mit insgesamt 8 Unterrichtstagen. Die Qualifizierung schließt im Juni 2010 ab mit der TÜV Rheinland geprüften Qualifikation ‚Bildungsmanager/in’.
Dieser Abschluss wird in Brandenburg bei freiberuflich Tätigen und Kleinstunternehmen alternativ zum Nachweis eines implementierten Qualitätsmanagementsystems bei der Beantragung von Fördermitteln über die Kooperationsrichtlinie des MASGF bzw. die neue Kompetenzentwicklungsrichtlinie anerkannt.
Weitere Informationen
- Informationen zur Anmeldung und den Inhalten
- Qualifizierung Bildungsmanager TÜV Rheinland
- Weitere Qualitätsmanagementsysteme für die berufliche Weiterbildung
Online-Befragung des Verbunds Rück- und Zuwanderung
Jedes Jahr wechseln Hunderttausende ihren Wohnsitz über Stadt-, Kreis- und
Landesgrenzen hinaus. Insbesondere die ostdeutschen Bundesländer leiden unter der Abwanderung, die Wohnbevölkerung ist hier zwischen 1991 und 2007 um 1,5 Mio. Einwohner auf 16,6 Mio. zurückgegangen. Welche Standortfaktoren und Gründe hierbei eine Rolle spielen und welchen Stellenwert im Entscheidungsprozess Arbeit, Familie oder Heimatverbundenheit innehaben, soll eine soeben gestartete Online-Umfrage des Verbund Rück- und Zuwanderung (VRZ) aufklären.
Bis zum 30. Januar 2010 können Teilnehmer der Befragung außerdem ihre Unterstützungswünsche bei einer Rück- oder Zuwanderung und zur Attraktivität ihrer Region äußern.
Die Ergebnisse fließen in eine Studie ein, die der VRZ im Auftrag der ins Innenministerium gewechselten Abteilung ‚Aufbau Ost’ durchführt, um die Aktivitäten in Ostdeutschland zur Förderung der Rück- und Zuwanderung und Fachkräftesicherung zu analysieren.
Weitere Informationen
Initiativpreis Aus- und Weiterbildung 2010
Bereits zum 18. Mal werden mit dem Initiativpreis Aus- und Weiterbildung vorbildliche Initiativen prämiert, die die Qualität und Attraktivität der betrieblichen Aus- und Weiterbildung steigern.
Der DIHK, die Otto Wolff-Stiftung und die 'Wirtschaftswoche' verleihen den Preis an Unternehmen und an Bildungseinrichtungen und geben damit die Gelegenheit, neue Ideen und Modelle aus der betrieblichen Bildung einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Teilnahmeberechtigt sind:
- Unternehmen
- betriebliche und überbetriebliche Bildungseinrichtungen
- Aus- und Weiterbildungseinrichtungen der Wirtschaft
- Persönlichkeiten (z.B. Unternehmer, Personal-, Aus- und Weiterbildungsleiter)
Einsendeschluss ist der 28. Februar 2010.
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Europaberatung Berlin
Die Europaberatung Berlin will als zentraler Ansprechpartner Verantwortliche der Berufsbildung und an Mobilitätsmaßnahmen Interessierte dazu aktivieren, europäische Mobilitätsprogramme stärker wahrzunehmen.
Im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung bietet sie eine bedarfsgerechte Beratungsstruktur an. Die Europaberatung ist ein Kooperationsverbund aus den drei EU-Projekten Friedrich-List-Schule FLS-International, ISA - Servicestelle Europa, PiA - Praxis im Ausland.
Auf der Website der Servicestelle finden Sie eine Vielzahl von Informationen zu EU-Programmen, die nächsten Antragsfristen, Ausschreibungen von Informationsveranstaltungen und vieles mehr. Ein Infodienst bringt die neuesten Informationen und Hinweise direkt in ihre Mailbox
Weitere Informationen
Verbesserung der Bundesbildungsprämienförderung ab Januar 2010
Ab 01.01.2010 bietet die Bildungsprämie des Bundes neue Komponenten zur Finanzierung von individueller beruflicher, nicht betrieblicher Weiterbildung.
Der maximale Gutscheinwert steigt von 154 Euro auf maximal 500 Euro. Mit dem höheren Gutscheinwert soll den geförderten Personen zudem die Finanzierung von umfangreichen und höherwertigen Weiterbildungen erleichtert werden.
Gleichzeitig wird die Einkommensgrenze für den Erhalt der Prämiengutscheine wird von gemäß § 13 Abs. 1 Nr. 1 VermBG auf 25.600 Euro/ 51.200 Euro bei gemeinsam Veranlagten (gem. § 2a WoPG) des zu versteuerndes Jahreseinkommen angehoben. Durch die Anpassung der Einkommensgrenze soll das Programmziel, die berufliche Weiterbildung von Personen mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu fördern, besser erreicht werden.
Eine zweiter Schritt bezieht sich auf die Änderung des Vermögensbildungsgesetzes. Zur Finanzierung von Weiterbildung wird im novellierten Gesetz eine Entnahme aus den Guthaben in Höhe der entstehenden Kosten erlaubt, auch wenn die Sperrfrist noch nicht abgelaufen ist, ohne dass damit die Arbeitnehmersparzulage verloren geht. Rechtsgrundlage ist das Gesetz zur Änderung des Vermögensbildungsgesetzes.
Schließlich soll auch bei höheren Einkommen ein Weiterbildungsdarlehen in Anspruch genommen werden können. Rechtsgrundlage wird eine entsprechende Förderrichtlinie sein.
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Führungs- und Managementkompetenzen im Sozial- und Gesundheitswesen sehr gefragt
Im Gesundheits- und Sozialwesen gibt es aus Sicht der Arbeitgeber einen beträchtlichen Bedarf an qualifiziertem Personal für Führungs- und Managementaufgaben im mittleren Management. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zur Entwicklung einer bundeseinheitlichen Fortbildungsordnung für nichtärztliche Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen.
Laut BIBB-Studie werden die Schwerpunkte des Tätigkeits- und Qualifikationsprofils dieser „neuen“ Führungskräfte in der Personalwirtschaft, der Arbeits- und Organisationsentwicklung, im Kooperations-, Qualitäts-und Kostenmanagement sowie in der Planung, Verwaltung und dem EDV-Einsatz liegen. Dabei wird das entsprechend qualifizierte Personal überwiegend Sach-, Organisations- und Leitungsaufgaben wahrnehmen.
Aufbauend auf den Ergebnissen der Untersuchung wurde ein Konzept für eine Aufstiegsfortbildung nach § 53 BBiG erarbeitet („Geprüfter Fachwirt/Geprüfte Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen“).
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Verstärktes Bildungscontrolling bei Betrieben
Bildungscontrolling hat im Vergleich der Jahre 1997 und 2008 in deutschen Betrieben an Bedeutung und Verbreitung zugenommen. Etwa jeder zweite Betrieb wendet aktuell zumindest einzelne Maßnahmen des Bildungscontrollings in seinem Unternehmen an. Dabei gilt: Je größer der Betrieb, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass er Bildungscontrolling einsetzt. Aber auch viele Kleinbetriebe sind zum Beispiel noch mehr als größere Unternehmen daran interessiert, sowohl die Kosten als auch den Nutzen von Weiterbildungen zu erfassen. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) unter rund 1.400 Betrieben.
Bildungscontrolling bedeutet, dass die Planung, Messung, Bewertung und Steuerung von Weiterbildungsmaßnahmen im Betrieb systematisch und zyklisch ineinandergreifen. Bildungscontrolling umfasst die Bildungsbedarfsanalyse, die Umsetzung von einzelnen Maßnahmen, die Erfolgskontrolle und die Transfersicherung. Wichtigstes Instrument beim Einsatz von Bildungscontrolling ist die Erfassung der Weiterbildungskosten.
Über alle Betriebsgrößenklassen hinweg ist hier im Vergleich zu 1997
ein Zuwachs von rund 8 Prozentpunkten zu verzeichnen. Dabei ist laut BIBB-Studie das Interesse an einer ausgewogenen Kosten-Nutzen-Bilanz bei kleineren Betrieben deutlich größer ausgeprägt als bei mittleren und Großbetrieben. Gerade Kleinbetriebe wünschten sich daher mehr selektive und punktuelle Bildungscontrolling-Konzepte, die auch mit einer externen Qualifizierungsberatung verbunden werden können.
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