Berufliche Weiterbildung in Brandenburg

Alphabetisierung und Grundbildung von Erwachsenen

Ziel der Förderung ist die Verbesserung des Zugangs zum lebenslangen Lernen durch Bildungsmaßnahmen, die Erwachsenen Lese- und Schreibkompetenzen vermitteln sowie Grundbildungsdefizite ausgleichen und damit Voraussetzungen für die Verbesserung erwerbsbezogener Kompetenzen schaffen.

Wer wird gefördert?

  • Regionale Grundbildungszentren: juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts sowie rechtsfähige Personengesellschaften mit Sitz und Tätigkeitsbereich im Land Brandenburg, insbesondere Landkreise und kreisfreie Städte, deren Weiterbildungseinrichtungen sowie freie Träger oder deren Weiterbildungseinrichtungen,
  • Koordinierungsstellen: juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts sowie rechtsfähige Personengesellschaften, die ihren Sitz und Tätigkeitsbereich im Land Brandenburg haben, in der Weiterbildungsarbeit tätig und für die Alphabetisierung und Grundbildung qualifiziert sind.

Was wird gefördert?

Maßnahmen der regionalen Grundbildungszentren.
Zu den Aufgaben gehören:

  • Information der Öffentlichkeit und relevanter Ansprechpartner/innen über Analphabetismus,
  • Betroffene und Personen aus deren Umfeld sowie Multiplikatoren zu sensibilisieren und zu beraten, über Bildungsangebote zu informieren und in Kurse zu vermitteln,
  • regionale Akteure mit dem Ziel zu vernetzen, Analphabetismus zu reduzieren und Grundbildungskompetenzen zu verbessern sowie niedrigschwellige Zugänge zum Lernen (wie z. B. Lernwerkstatt, Lerncafé, Selbsthilfegruppen) anzubieten.

Eine Koordinierungsstelle und folgende Kurse:

  • Kurse zur Verbesserung der Alphabetisierung und Grundbildung für Brandenburgerinnen und Brandenburger ab 16 Jahren mit der Erstsprache Deutsch,
  • Kurse für Inhaftierte am Lernort Justizvollzugsanstalt im Land Brandenburg.

Die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses. Für Grundbildungszentren werden förderfähige Gesamtausgaben in Höhe von bis zu 75.000 Euro pro Jahr veranschlagt. Aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) können bis zu 80 % (maximal 60.000 Euro) gefördert werden. Die Förderung der Koordinierungsstelle aus Mitteln des ESF beträgt maximal 80 % der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben für Personal- und Sachausgaben bis zu einer Gesamthöhe von 75.000 Euro. Die nationale Kofinanzierung in Höhe von mindestens 20 % erfolgt aus Mitteln des Landes bzw. für Kurse in Justizvollzugsanstalten aus Mitteln der Ausbildungsbeihilfe. Das zu organisierende Angebot an Alphabetisierungs- und Grundbildungskursen wird je nachgewiesener Unterrichtsstunde gefördert. Der Höchstbetrag für die Förderung einer nachgewiesenen Unterrichtsstunde wird jährlich durch die zuständigen Landesministerien festgelegt und bekanntgegeben.

Fördergeber und Mittelherkunft

Land Brandenburg, Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) und Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz (MdJEV) aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes

Weitere Informationen und Quellenangabe

36

Personen, die jetzt mit Ihnen
diese Website besuchen.