Berufliche Weiterbildung in Brandenburg

Aufstiegs-BAföG - Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG)

Ziel der individuellen Förderung nach diesem Gesetz ist es, Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Maßnahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung durch Beiträge zu den Kosten der Maßnahme und zum Lebensunterhalt finanziell zu unterstützen und den Ausbau beruflicher Qualifizierung und damit die Stärkung der Fortbildungsmotivation des Fachkräftenachwuchses zu stärken. Es werden Anreize zum erfolgreichen Abschluss und den Schritt in die Selbstständigkeit geschaffen.

Wer wird gefördert?

Personen, die einen anerkannten Ausbildungsabschluss oder einen vergleichbaren bundes- oder landesrechtlich geregelten Berufsabschluss erworben haben. Darüber hinaus kann eine Förderung auch erfolgen, wenn die Antragsteller/innen als höchsten Hochschulabschluss bereits über einen Bachelorabschluss oder über einen diesem vergleichbaren Hochschulabschluss verfügen. Die Förderung wird altersunabhängig geleistet.

Des Weiteren werden Personen gefördert, die nach den jeweiligen öffentlich-rechtlichen Fortbildungsregelungen für eine Aufstiegsqualifizierung ohne Erstausbildungsabschluss zur Prüfung oder zu entsprechenden schulischen Qualifizierungen zugelassen werden können (z. B. Studienabbrecher/innen oder Abiturient/innen mit Berufspraxis).

Was wird gefördert?

Gefördert werden Fortbildungen, die fachlich gezielt auf öffentlich-rechtliche Prüfungen nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG), der Handwerksordnung (HwO) oder auf gleichwertige Abschlüsse nach Bundes- oder Landesrecht vorbereiten, z. B. Handwerks- und Industriemeister/innen, Fachwirt/innen, Techniker/innen, Betriebswirt/innen oder Fachkrankenpfleger/innen. Der angestrebte Abschluss der Qualifizierungsmaßnahme muss über dem Niveau einer Facharbeiter-, Gesellen- und Gehilfenprüfung oder eines Berufsfachschulabschlusses liegen.

Nicht gefördert werden allerdings Fortbildungsabschlüsse, die oberhalb der Meisterebene liegen, wie etwa ein Hochschulabschluss. Darüber hinaus müssen weitere Kriterien wie z. B. ein Mindeststundenumfang von 400 Unterrichtsstunden erfüllt sein.

Der Maßnahmebeitrag für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren beträgt bis zu 15.000 Euro. Davon werden 40 % einkommens- und vermögensunabhängig als Zuschuss geleistet. Für den Rest kann ein zinsgünstiges Darlehen in Anspruch genommen werden.

Zu den Materialkosten für das Meisterprüfungsprojekt kann eine Förderung bis zur Hälfte der notwendigen Kosten und einer Höhe von bis zu 2.000 Euro gewährt werden. 40 % der Förderung gelten dabei als Zuschuss. Für die verbleibende Fördersumme kann ein zinsgünstiges Darlehen in Anspruch genommen werden.

Alleinerziehende, die Kinder unter zehn Jahren oder Kinder mit Behinderung im eigenen Haushalt erziehen, können ebenfalls einkommens- und vermögensunabhängig zusätzlich einen pauschalen Kinderbetreuungszuschlag in Höhe von 130 Euro erhalten. Diesen erhalten Sie während der Maßnahme komplett als Zuschuss.

Bei Vollzeitmaßnahmen wird einkommens- und vermögensabhängig ein Unterhaltsbeitrag bis zur individuellen Bedarfssatzhöhe geleistet. Der Unterhaltsbedarf besteht aus einer Zuschuss- und einer Darlehenskomponente. Bei Familien erhöht sich der Beitrag zum Lebensunterhalt.

Bei Bestehen der Prüfung wird ein Erlass von 40 % auf das auf die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren entfallende Restdarlehen gewährt. Gewährt wird darüber hinaus ein Darlehensteilerlass bei Existenzgründungen, die zu neuen Arbeits- oder Ausbildungsplätzen führen.

Fördergeber und Mittelherkunft

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) aus Mitteln des Bundes und der Länder

Weitere Informationen und Quellenangabe

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