Berufliche Weiterbildung in Brandenburg

Bildungsprämie

Ziel der Förderung ist es, Anreize für erwerbstätige Menschen zu schaffen, in die eigene berufliche Weiterbildung zu investieren. Insbesondere soll die Weiterbildungsbeteiligung von Personen mit niedrigem Einkommen gestärkt werden.

Wer wird gefördert?

Prämiengutscheine können Erwerbstätige erhalten, die durchschnittlich mindestens 15 Wochenstunden erwerbstätig sind und deren zu versteuerndes Jahreseinkommen 20.000 Euro (40.000 Euro bei gemeinsam Veranlagten) nicht übersteigt. Das gilt auch für Selbstständige, Beschäftigte im Mutterschutz sowie in der Eltern- oder Pflegezeit, Rentner/innen und Pensionärinnen und Pensionäre. Die an der Bildungsprämie interessierte Person darf nicht mehr schulpflichtig sein. Bei unter 18-jährigen muss eine sorgeberechtigte Person das Beratungsprotokoll und die Einwilligungserklärung unterschreiben.

Was wird gefördert?

Durch den Prämiengutschein wird die Beteiligung an Weiterbildungen mit Veranstaltungs- und Prüfungsgebühren bis maximal 1.000 Euro gefördert.

In Bundesländern ohne Landesprogramme, die unmittelbar an die Bildungsprämie anschließen, wie z. B. der Bildungsscheck Brandenburg, existiert keine Kostenobergrenze. Entscheidend ist der Durchführungsort der Veranstaltung, nicht der Wohnort der/des Begünstigten oder der Sitz des Weiterbildungsanbieters (Ausnahme: Fernunterricht). Berücksichtigt wird auch die Möglichkeit der Zusammenfassung mehrerer Maßnahmen unter einem inhaltlichen Weiterbildungsziel zu einem sogenannten Kursbündel.Ein Kursbündel wird als eine Weiterbildung behandelt.

Mit dem Gutschein übernimmt der Staat 50 % der Veranstaltungs- und Prüfungsgebühren, maximal jedoch 500 Euro. Pro Person kann ein Mal pro Kalenderjahr ein Prämiengutschein ausgestellt werden. Bei Kursbündeln ist der Beginn der ersten Maßnahme entscheidend. Dieser muss innerhalb der Gültigkeitsdauer des Prämiengutscheins liegen.

Voraussetzung für den Erhalt des Prämiengutscheins ist ein persönliches Gespräch in einer vom Zuwendungsgeber zugelassenen Bildungsprämien-Beratungsstelle. Der Prämiengutschein kann nur eingesetzt werden, wenn die Maßnahme noch nicht begonnen wurde, der Teilnehmerbeitrag noch nicht bezahlt und die Rechnung noch nicht ausgestellt wurde.

Neben der Bildungsprämie besteht die Möglichkeit, mit dem sogenannten Spargutschein (Weiterbildungssparen) nach dem Vermögensbildungsgesetz angespartes Guthaben für eine Weiterbildung zu nutzen. Aus dem bestehenden Guthaben kann vorzeitig ein Betrag für eine Weiterbildung entnommen werden, ohne dass dadurch der Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage verloren geht. Somit können auch - unabhängig vom Einkommen und den weiteren Förderbedingungen, die für den Prämiengutschein gelten - kostenintensivere Weiterbildungen finanziert werden.

Fördergeber und Mittelherkunft

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Bundes

Weitere Informationen und Quellenangabe

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