Berufliche Weiterbildung in Brandenburg

ESF-Integrationsrichtlinie Bund

Ziel des ESF-Bundesprogramms „ESF-Integrationsrichtlinie Bund“ ist es, junge Menschen mit besonderen Schwierigkeiten beim Zugang zu Arbeit oder Ausbildung stufenweise und nachhaltig in Arbeit oder Ausbildung zu integrieren oder ihnen einen Schulabschluss zu ermöglichen. Die Förderung erfolgt in Kooperationsverbünden unter aktiver Beteiligung von Betrieben oder Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung sowie von Jobcentern oder Agenturen für Arbeit.

Wer wird gefördert?

Folgende Zielgruppen sollen durch die Projekte im Rahmen der Richtlinie erreicht werden:

  • Jugendliche und junge Erwachsene von 18 bis 35 Jahren
    o deren Zugang zu Arbeit oder Ausbildung aus mehreren individuellen oder strukturellen Gründen (z. B. Langzeitarbeitslosigkeit, defizitäre schulische/berufliche Qualifikation, Migrationshintergrund) erschwert ist und
    o die von den Eingliederungsleistungen der Jobcenter (SGB II) oder der Agenturen für Arbeit (SGB III) nicht oder nicht mehr erfolgreich erreicht werden.
  • Personen, die noch keinen verfestigten Aufenthalt, aber zumindest einen nachrangigen Zugang zum Arbeitsmarkt haben (Asylbewerber/innen und Flüchtlinge).

Was wird gefördert?

Deutschlandweit werden 128 Projektverbünde mit rund 500 Teilprojekten gefördert. Mit dem Programm werden Projektvorhaben in drei Handlungsschwerpunkten unterstützt:

Integration statt Ausgrenzung (IsA)

für die Zielgruppe Jugendliche und junge Erwachsene von 18 bis 35 Jahren (55 Projekte)

  • Maßnahmen zur Integration in Arbeit oder Ausbildung oder zur (Wieder-)Aufnahme einer Schulausbildung mit dem Ziel eines Abschlusses sowie ergänzend dazu
  • Maßnahmen zur strukturellen Verbesserung des Zugangs der Zielgruppe zu Arbeit oder Ausbildung.
  • 22 der geförderten IsA-Projekte zielen auf die Arbeitsmarktintegration von zugewanderten EU-Bürgerinnen und Bürgern in besonders betroffenen Kommunen ab.

Integration durch Austausch (IdA)

mit Schwerpunkt transnationale Mobilität für die Zielgruppe Jugendliche und junge Erwachsene von 18 bis 35 Jahren (32 Projekte)

Im Handlungsschwerpunkt IdA werden die Teilnehmenden für zwei bis sechs Monate im Rahmen eines Auslandsaufenthalts mit betrieblichen Trainings ins europäische Ausland entsendet. Der Aufenthalt ist eingebettet in eine intensive Vor- und Nachbereitung in Deutschland.

Integration von Asylbewerbern/innen und Flüchtlingen (IvAF)

für die Zielgruppe Asylbewerberinnen und Asylbewerber, Geduldete und Flüchtlinge mit einem zumindest nachrangigen Zugang zum Arbeitsmarkt ohne Altersbeschränkung (41 Projekte)

Neben teilnehmerbezogenen Maßnahmen werden für Betriebe und Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung sowie für sonstige Stellen, die mit Asylbewerberinnen und Asylbewerbern, Geduldeten und Flüchtlingen arbeiten, Aktivitäten umgesetzt, die darauf abzielen, den Zugang der Zielgruppe zu Arbeit und Ausbildung strukturell zu verbessern. Aufgrund einer Vereinbarung mit der Zentrale der Bundesagentur für Arbeit erfolgen bundesweit einheitliche Schulungen für Jobcenter und Agenturen für Arbeit zur aufenthalts- und ausländerbeschäftigungsrechtlichen Situation von Flüchtlingen.

Fördergeber und Mittelherkunft

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Bundes

Weitere Informationen und Quellenangabe

36

Personen, die jetzt mit Ihnen
diese Website besuchen.