Berufliche Weiterbildung in Brandenburg

Förderung von lebensweltlich orientierten Entwicklungsvorhaben in der Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener

Ziel der Förderung ist die Entwicklung innovativer Konzepte, Modelle und Maßnahmen zur aufsuchenden lebensweltlich orientierten Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener sowie deren modellhafte Erprobung in einem repräsentativen Umfeld. Die Gewinnung und Aktivierung von funktionalen Analphabeten zum Lernen sind dabei zentrale Aufgaben.

Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind in der Alphabetisierung und Grundbildung sowie im lebensweltlichen Bereich agierende Einrichtungen mit sozialräumlichem Bezug. Diese Einrichtungen sollen im Rahmen einer Projektkooperation gemeinsam tätig werden.

Neben einer Fachexpertise aller Projektpartner in ihrem Wirkungsbereich muss darüber hinaus mindestens einer der Projektpartner über ausgewiesene Fachexpertise sowie über mehrjährige Praxis in der Alphabetisierung und Grundbildung verfügen. Die antragsstellende Einrichtung der Projektkooperation sollte über die größere Erfahrung in der administrativen und inhaltlichen Projektkoordination verfügen.

Forschungseinrichtungen, die von Bund und/oder Ländern grundfinanziert werden, kann nur unter bestimmten Voraussetzungen eine Projektförderung für die projektbedingten Ausgaben gewährt werden.

Was wird gefördert?

Zu fördernde Vorhaben müssen an einem der folgenden Handlungsfelder ausgerichtet sein oder sich aus den identifizierbaren Bedarfen im lebensweltlichen Raum ergeben:

  • A. (Weiter-)Entwicklung von flexiblen und innovativen Formen non-formalen, informellen sowie selbstorganisierten Lernens bzw. deren Transfer und Anpassung an den Bereich der Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener sowie die Entwicklung passender Lehr- und Lernmaterialien.
  • B. Entwicklung und Erprobung von Konzepten zur Ansprache und Sensibilisierung des mitwissenden Umfelds. Des Weiteren soll das Personal in Schlüsselstellen bezogen auf die zielgruppenspezifischen Bedarfe sensibilisiert und hinsichtlich der Identifizierung und Erreichung über geeignete Unterstützungs- und Lehrangebote von funktionalen Analphabeten qualifiziert werden. Das Handlungsfeld B sollte möglichst zusammen mit mindestens einem der anderen genannten Handlungsfelder bearbeitet werden.
  • C. Qualifizierung des Bildungspersonals sowie des Personals an Schlüsselstellen. Hierzu zählen praxisorientierte Qualifizierungsmaßnahmen zur Vermittlung von Wissen über Zugangs- und Ansprachewege, Motivationsförderung, Anwendung von Instrumenten zur Lernstandsdiagnostik sowie der Einsatz und die Erprobung von unter Punkt A genannten Lehr- und Lernmethoden.
  • D. Abbau vorhandener Lernhindernisse und -hemmnisse bei Personen mit geringen literalen und mathematischen Grundkenntnissen sowie die Entwicklung und Erprobung von Konzepten zur Hilfestellung beim Lösen essentieller persönlicher Probleme, vorhandener Ängste und Hemmnisse und zur Stärkung der eigenen Wahrnehmung und Persönlichkeit.

Nicht gefördert werden können Vorhaben, die vorrangig einen Bezug zum Arbeitsplatz haben oder einen beruflichen Kontext aufweisen, die auf eine andere Zielgruppe fokussieren oder die Grundkompetenzen ohne Bezug zum Lesen, Schreiben oder Rechnen vermitteln.

Gefördert werden Projekte mit einer Laufzeit von bis zu 36 Monaten und einer jährlichen Zuwendung von bis zu 300.000 Euro. Möglich ist auch eine Anschlussförderung für die Verbreitung und den Transfer gewonnener Erkenntnisse und Methoden.

Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft können bis zu 50 %, Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen bis zu 100 % (anteils-)finanziert werden. Bei zuletzt genannten Einrichtung ist zusätzlich eine Projektpauschale in Höhe von 20 % vorgesehen.

Fördergeber und Mittelherkunft

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) aus Mitteln des Bundes

Weitere Informationen und Quellenangabe

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