Berufliche Weiterbildung in Brandenburg

Bundesregierung beschließt Bericht zum Anerkennungsgesetz 2017

Mittwoch, 05. Juli 2017 | Kategorie: Studien zur beruflichen Weiterbildung, Inklusion

Mit dem vor fünf Jahren in Kraft getretenen Anerkennungsgesetz wurde in Deutschland erstmals ein allgemeiner gesetzlicher Anspruch auf die Prüfung ausländischer Qualifikationen eingeführt. Dadurch wurde die Integration in den Arbeitsmarkt erfolgreich erhöht und qualifikationsadäquate Beschäftigung verbessert. Zu diesem Schluss kommt eine unabhängige Evaluation, deren Ergebnisse im Anfang Juni 2017 von der Bundesregierung beschlossenen Bericht zum Anerkennungsgesetz 2017 aufgeführt sind.

Im Rahmen der Evaluation wurde eine umfangreiche Wirkungsanalyse durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass nach der erfolgreichen Anerkennung neun von zehn Fachkräften mit ausländischem Berufsabschluss erwerbstätig sind. Außerdem stieg das Bruttoeinkommen nach erfolgreicher Berufsanerkennung um durchschnittlich 1.000 Euro im Monat.

In einem regelmäßigen Monitoring wurde festgestellt, dass sich die Anzahl der gestellten Anerkennungsanträge weiterhin erhöht. In den bundesrechtlich geregelten Berufen wurden bis Ende 2015 mehr als 63.400 Anträge auf Berufsanerkennung eingereicht. Fast drei Viertel aller gestellten Anerkennungsanträge führten im Jahr 2015 zur vollen Gleichwertigkeit. Nur 2,6 Prozent der ausländischen Berufsabschlüsse wurden nicht anerkannt. In fast 15 Prozent der Fälle wurden Anpassungsqualifizierungen als Auflage erteilt. 8,5 Prozent der Anerkennungsverfahren hatten eine teilweise Gleichwertigkeit als Ergebnis.

Auf der Jubiläumsveranstaltung "Fünf Jahre Anerkennungsgesetz - gelernt ist gelernt!" am 21. Juni in Berlin wurden die Ergebnisse der Evaluation des Anerkennungsgesetzes diskutiert. Weiterhin vergaben das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) erstmalig den Unternehmenspreis "Wir für Anerkennung". Vier Unternehmen wurden für ihr Engagement im Bereich der beruflichen Anerkennung ausgezeichnet. Preisträger sind der Handwerksbetrieb Gebrüder Peters GmbH aus Ingolstadt, die Kfz-Werkstatt Anton Fischbacher aus dem Landkreis Rosenheim, die Wenzel Marine GmbH & CO KG aus dem niedersächsischen Stuhr-Brinkum sowie die BASF SE. Die guten Beispiele betrieblicher Unterstützungsangebote reichen vom maßgeschneiderten Entwicklungsplan über innerbetriebliche Anpassungsqualifizierungen und internationale Ausbildungskooperationen bis hin zur Übernahme von Kita-Gebühren.

Auf der Website des BMBF steht der Bericht als kostenloser Download zur Verfügung.

Weitere Informationen:


Alle Artikel anzeigen aus der Kategorie: Studien zur beruflichen Weiterbildung, Inklusion.
Add to Netvibes follow us in feedly
59

Personen, die jetzt mit Ihnen
diese Website besuchen.