Berufliche Weiterbildung in Brandenburg

Weiterbildung in der Altenpflege verbessert Beschäftigungschancen Arbeitsloser

Eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt, dass die Qualifizierung Arbeitsloser im Bereich der Altenpflege die Beschäftigungswahrscheinlichkeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhöht. Dies gilt für alle geförderten Weiterbildungsmaßnahmen: Sowohl kürzere Weiterbildungen als auch längere Umschulungen können deren Arbeitsmarktsituation deutlich verbessern.

Laut Studienergebnissen erhöhen mehrwöchige berufsbezogene und -übergreifende Weiterbildungen die Beschäftigungswahrscheinlichkeit bei SBG-II-Arbeitslosen im Vergleich zu Nichtteilnehmenden um bis zu 13 Prozent. Im SGB-III-Bereich liegt der Wert bei bis zu 23 Prozent. Zehn bis elf Jahre nach Maßnahmebeginn bleiben die Fördereffekte weiterhin auf einem hohen Niveau.

Die Teilnahme an einer geförderten Umschulung zahlt sich noch mehr aus: Eine Umschulung zur Altenpflegefachkraft steigert die Beschäftigungswahrscheinlichkeit der Teilnehmenden um bis zu 37 Prozent im SGB II bzw. 32 Prozent im SGB III. Nach zehn bis elf Jahren beträgt der Fördereffekt noch rund 15 bzw. 20 Prozent.

Nach Abschluss einer kürzeren Weiterbildung sind 50 Prozent der wiederbeschäftigten Teilnehmenden langfristig im Pflegebereich tätig, nach einer Umschulung sind es sogar 70 Prozent. Mehr als die Hälfte der wiederbeschäftigten Umschulungsteilnehmenden arbeitet in Teilzeit. Bei den kürzeren Weiterbildungen liegt der Anteil noch höher.

Im Rahmen der Studie wurden Daten des IAB mit Informationen der Bundesagentur für Arbeit zu Beschäftigung, Arbeitslosigkeit, Leistungsbezug und Maßnahmeteilnahmen bis Ende 2015 ausgewertet. Die untersuchten geförderten Weiterbildungen in der Altenpflege begannen zwischen Januar 2003 und Dezember 2015. Der Bericht steht auf der Website des IAB zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Weitere Informationen:


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