Berufliche Weiterbildung in Brandenburg

Neues aus der Förderlandschaft

Bundeskabinett beschließt Gesetz zur Schaffung neuer Teilhabechancen für Langzeitarbeitslose

Mithilfe eines öffentlich geförderten Arbeitsmarkts mit individuellen Unterstützungs- und Betreuungsangeboten soll zukünftig die Integration von Langzeitarbeitslosen in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gefördert werden. Dazu beschloss das Bundeskabinett Mitte Juli 2018 den „Entwurf eines Zehnten Gesetzes zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch – Schaffung neuer Teilhabechancen für Langzeitarbeitslose auf dem allgemeinen und sozialen Arbeitsmarkt (Teilhabechancengesetz – 10. SGB II-ÄndG)“. Darin ist verankert, dass zwei neue Förderinstrumente in das SGB II aufgenommen werden sollen: „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ und „Eingliederung von Langzeitarbeitslosen“.

Das neu eingeführte Instrument „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ richtet sich an sehr arbeitsmarktferne Menschen, die seit mindestens sieben Jahren Arbeitslosengeld II beziehen. Für sie beträgt der Zuschuss zum Arbeitsentgelt zukünftig in den ersten beiden Jahren 100 Prozent zum Mindestlohn. Gute Arbeit soll gefördert werden, indem Langzeitarbeitslose sozialversicherungspflichtig bei Arbeitgeber/innen in der Wirtschaft, sozialen Einrichtungen oder Kommunen arbeiten. Zudem werden Teilnehmende und Arbeitgeber/innen begleitend betreut.

Um eine besonders lange Arbeitslosigkeit zu verhindern, hilft das Instrument „Eingliederung von Langzeitarbeitslosen“ Personen, die seit mindestens zwei Jahren arbeitslos sind. Hier beträgt der Lohnkostenzuschuss im ersten Jahr 75 Prozent und im zweiten Jahr die Hälfte des regelmäßig gezahlten Arbeitsentgelts. Mit dem Ziel der Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt werden sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse bei allen Arbeitgeber/innen gefördert mit einer Nachbeschäftigungspflicht des/r Arbeitgebers/in von sechs Monaten. Es erfolgt ebenfalls eine beschäftigungsbegleitende Betreuung. Qualifizierungsmaßnahmen können entsprechend der allgemeinen Vorschriften in Anspruch genommen werden.

Weitere Informationen:

Höhere Förderung für die Digitalisierung von Weiterbildungseinrichtungen

Seit Anfang September 2018 können Berufsbildungsstätten mit der „Förderung der digitalen Ausstattung in überbetrieblichen Berufsbildungsstätten (ÜBS) und Kompetenzzentren“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) höhere Zuschüsse für ihre digitale Ausstattung erhalten. Die Förderung wurde für den Bereich Fort- und Weiterbildung ausgeweitet. Nun beträgt die Höhe des Bundeszuschusses zu den förderfähigen Ausgaben 90 Prozent.

Ziel des erweiterten Förderprogramms ist es, die überbetrieblichen Berufsbildungsstätten im Bereich Fort- und Weiterbildung auf den modernsten technischen Stand zu bringen. Dadurch soll die Qualität der beruflichen Weiterbildung von Beschäftigten aus kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) verbessert werden.

Die Beantragung des Zuschusses erfolgt beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Weitere Informationen zum Förderverfahren, die Liste förderfähiger Ausstattungsgegenstände und Antragsformulare finden Sie auf der Website des BAFA.

Weitere Informationen:

Förderung des Einsatzes digitalen Medien in der Berufsbildung des Gesundheitswesens

Ziel der Förderrichtlinie „Digitale Medien in der beruflichen Bildung in den Gesundheitsberufen (DigiMed)“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ist es, die Entwicklung und den Einsatz digitaler Formate für die berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildung in Gesundheitsberufen zu unterstützen. Mithilfe neuer didaktischen Lehr-Lernkonzepte sollen sowohl Inhalte als auch Medienkompetenz effektiver vermittelt werden. Gefördert werden Entwicklungs- und Erprobungsvorhaben, die den Einsatz digitaler Medien in der beruflichen Bildung des Gesundheitswesens unterstützen.

Antragsberechtigt sind insbesondere Organisationen aus dem Gesundheitsbereich (u. a. Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen oder -dienste), Unternehmen (insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, KMU), Einrichtungen der beruflichen Aus- und Weiterbildung, Kammern und Verbände, Sozialpartner, Forschungsinstitute, Hochschulen und Medieninstitute. Nähere Informationen zur Förderung „Digitale Medien in der beruflichen Bildung“ finden Sie in unserem Infoportal in der Rubrik „Fördermöglichkeiten“.

Weitere Informationen:

Europäischer Sozialfonds: Änderung des Operationellen Programms des Bundes genehmigt

Anfang August 2018 genehmigte die Europäische Kommission die Änderung des Operationellen Programms des Bundes für den Europäischen Sozialfonds (ESF-Bundes-OP). Dadurch stehen weitere Mittel insbesondere für die Förderung von Langzeitarbeitslosen, Migrantinnen und Migranten, benachteiligten Jugendliche sowie Frauen zur Verfügung. Nun können zusätzlich unterstützt werden:

  • ca. 3.500 Langzeitarbeitslose bei der nachhaltigen beruflichen Integration
  • ca. 23.000 Migrant/innen im Rahmen der ESF-Integrationsrichtlinie Bund (IvAF)
  • ca. 8.500 benachteiligte Jugendliche mit Maßnahmen im Bereich der schulischen und beruflichen Integration (ESF-Integrationsrichtlinie Bund (IdA und IsA) und JUSTiQ - JUGEND STÄRKEN im Quartier)
  • ca. 4.900 Frauen, vor allem Nichterwerbstätige und geringfügig Beschäftigte sowie Mütter mit Migrationshintergrund, beim beruflichen Wiedereinstieg und der Integration in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung (Stark im Beruf und Perspektive Wiedereinstieg)

Das ESF-Bundes-OP enthält die Gesamtstrategie des Bundes für die Umsetzung des Europäischen Sozialfonds in Deutschland. Weitere Informationen zu den Förderungen aus dem Weiterbildungsbereich bietet unser Infoportal unter „Fördermöglichkeiten“.

Weitere Informationen:


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