Berufliche Weiterbildung in Brandenburg

Literaturtipps

Studie zur Digitalisierung der Arbeitswelt: Hoher Bedarf an Fachkräften und Weiterbildung

Welche Fachkräfte werden aufgrund der Veränderungen am Arbeitsmarkt durch die zunehmende Digitalisierung benötigt und welche Weiterbildungsmaßnahmen sind notwendig? Die Mitte September 2018 veröffentlichte Studie „Future Skills: Welche Kompetenzen in Deutschland fehlen“ des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft und der Unternehmensberatung McKinsey & Company gibt Antworten darauf. Bis zum Jahr 2023 werden nach Einschätzung der befragten Unternehmen branchenübergreifend bis zu 700.000 zusätzliche Technologiespezialist/innen gebraucht. Insbesondere Expertinnen und Experten zum Thema komplexe Datenanalyse werden benötigt (455.000). Es gibt ebenfalls einen großen Bedarf an nutzerorientierten Designer/innen (bis zu 80.000), Web-Entwickler/innen und Expert/innen für Konzeption und Administration von vernetzten IT-Systemen (jeweils rund 66.000) sowie Smart-Hardware- und Robotik-Entwickler/innen (27.000).

Neben der Nachfrage nach diesen neuen Spezialist/innen besteht laut Studienergebnissen ein massiver Weiterbildungsbedarf bei allen Beschäftigten: Voraussichtlich werden sich mehr als 2,4 Millionen Erwerbstätige weiterbilden müssen. Für Beschäftigte aller Branchen werden digitale und nicht-digitale Schlüsselqualifikationen zunehmend wichtiger. Den größten Weiterbildungsbedarf sehen die Befragten beim digitalen Lernen, das heißt der Fähigkeit, sich fortlaufend selbstständig Wissen anzueignen, insbesondere unter Nutzung digitaler Medien. Der Umfrage zufolge wird auch die vernetzte Zusammenarbeit in Teams immer relevanter. Im Rahmen der Studie wurden mehr als 600 Großkonzerne, mittlere und kleine Unternehmen sowie Start-ups befragt. Die Studie steht auf den Webseiten des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft kostenlos zum Download zur Verfügung.

Weitere Informationen:

Anforderungsprofil: Weiterbildungen barrierefrei gestalten

Auf der Weiterbildungsplattform „iBoB – inklusive berufliche Bildung ohne Barrieren“ für blinde und sehbehinderte Menschen finden Lehrende als Arbeitshilfe ein Anforderungsprofil für Barrierefreiheit in der Weiterbildung. Mithilfe der darin enthaltenen Bedingungen können Sie eine Weiterbildung so gestalten, dass das Bildungsangebot für Teilnehmende mit Seheinschränkung nutzbar ist. Dabei werden in den drei Phasen einer Weiterbildung (Anmeldung, Veranstaltung, Prüfung) die Aspekte benannt, die für eine Teilnahme blinder und sehbehinderter Menschen kritisch sein können. Insgesamt ergeben sich daraus 25 Anforderungen, die erfüllt sein müssen, um Barrierefreiheit zu gewährleisten. Vier technische Richtlinien beinhalten daraus abgeleitete Vorgaben zur Barrierefreiheit von Verfahren, Techniken und Dokumenten. Sie liefern konkrete Anhaltspunkte für eine barrierefreie Ausgestaltung von Weiterbildungen.

Die deutschlandweit erste barrierefreie Weiterbildungsplattform für blinde und sehbehinderte Menschen „iBoB – inklusive berufliche Bildung ohne Barrieren“ des Deutschen Vereins der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS) soll blinden und sehbehinderten Arbeitnehmer/innen die Teilhabe an beruflicher Fort- und Weiterbildung erleichtern. Zudem ist die Plattform ein leicht verfügbares zentrales Hilfsmittel für alle mit sehbeeinträchtigten Menschen beschäftigten Institutionen und Arbeitgeber/innen. Sie können das Anforderungsprofil auf der Weiterbildungsplattform kostenfrei herunterladen.

Weitere Informationen:

Studie: Weiterbildung hat positiven Einfluss auf die Innovationskraft eines Landes

Die Teilnahme von Beschäftigten an beruflicher Weiterbildung hat unter passenden Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz positive Auswirkungen auf die wirtschaftliche Innovationsleistung von Ländern. Das zeigen die Ergebnisse der Ende September 2018 veröffentlichten Studie „Adult education and innovation“ des Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS). Voraussetzung dafür ist allerdings ein Arbeitsumfeld, das durch komplexe Aufgabenstellungen, eigenverantwortliche Entscheidungskompetenzen und Lernen am Arbeitsplatz geprägt ist.

Für die Untersuchung wurden Daten aus mehreren europäischen Studien zur Weiterbildung und zu Arbeitsbedingungen statistisch ausgewertet und so der Innovationsindex von 28 europäischen Ländern betrachtet. Die Studie ist Teil des vom FiBS durchgeführten Projekts „Volks- und regionalwirtschaftliche Kosten, Effekte und Finanzierung der Weiterbildung“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Die Publikation ist auf den Webseiten des FiBS als kostenloser Download verfügbar.

Weitere Informationen:

Broschüre mit aktuellen Daten zum Fernunterricht

In der Broschüre „Strukturdaten Distance Learning/Distance Education 2018“ stellt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) die Ergebnisse seiner diesjährigen Erhebung der Daten zur Anbieter-, Angebots- und Teilnahmeentwicklung im Fernunterricht vor. Hierbei werden sowohl nicht-akademische als auch hochschulische Bildungsangebote betrachtet. Seit 2016 ermittelt das BIBB die Angaben bei den Bildungsdienstleistern – zunächst im Rahmen einer Revision der Fernunterrichtsstatistik. Die Publikation steht auf den Webseiten des BIBB kostenlos zum Download bereit.

Weitere Informationen:


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