Berufliche Weiterbildung in Brandenburg

OECD-Bericht „Bildung auf einen Blick 2018“ vorgestellt

Mittwoch, 10. Oktober 2018 | Kategorie: Studien zur beruflichen Weiterbildung, Inklusion

Deutschlands Bildungssystem gilt als zukunftsweisend. Darüber hinaus stärken hohe Beschäftigungsquoten und eine starke Ausrichtung auf die Bedarfe der Digitalisierung den Innovationsstandort Deutschland. Insbesondere der Übergang von (Aus-)Bildung in das Berufsleben funktioniert gut – auch bei jungen Zuwanderern: Die Beschäftigungsquote für junge Erwachsene im Alter von 25 bis 34 Jahren mit einem Abschluss im mittleren Qualifikationsbereich liegt weit über dem Durchschnittswert aller Mitgliedsstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Der Anteil der Geringqualifizierten befindet sich unter dem OECD-Durchschnitt. Hinsichtlich der Chancengleichheit in der Bildung besteht jedoch weiterhin ein hoher Handlungsbedarf, denn der berufliche und soziale Status der Eltern bleibt der wichtigste Faktor für die Teilnahme an Bildung sowie wirtschaftlichen und sozialen Erfolg. Dies sind die zentralen Ergebnisse des diesjährigen OECD-Berichts „Bildung auf einen Blick 2018“.

Auch die Themen formale und nicht formale Fort- und Weiterbildung werden im Bericht betrachtet. In Deutschland liegt die Weiterbildungsbeteiligung der 25- bis 64-jährigen Erwachsenen mit 53 Prozent über dem OEDC-Durchschnitt von 50 Prozent. Der Anteil weiterbildungsaktiver Arbeitsloser liegt in Deutschland insgesamt bei 25 Prozent und damit ebenfalls über dem OECD-Durchschnitt (22 Prozent). Die Weiterbildungsquote ist auch hoch bei Zuwanderern, die als Kind oder junge Erwachsene nach Deutschland gekommen sind: Mit 54 Prozent beteiligt sich mehr als die Hälfte der in Deutschland geborenen Menschen und der im Ausland geborenen Personen, die vor dem 25. Lebensjahr zugewandert sind, an Weiterbildung (OECD-Durchschnitt: 50 Prozent). Menschen, die frühestens mit 26 Jahren nach Deutschland eingewandert sind, nehmen allerdings seltener daran teil: Mit 35 Prozent liegt deren Bildungsbeteiligung deutlich unter dem OEDC-Durchschnitt von 48 Prozent. Mögliche Gründe hierfür könnten Sprachprobleme oder eine höhere Arbeitslosigkeit sein.

Die Beteiligungsquote aller Migrantinnen und Migranten (42 Prozent) liegt unter der von Personen ohne Migrationshintergrund (50 Prozent). Allerdings ist dies vor allem auf die niedrige Weiterbildungsbeteiligung von Menschen mit Migrationshintergrund der ersten Generation zurückzuführen (41 Prozent) – das heißt derjenigen, die selbst eine Migrationserfahrung gemacht haben. Die Beteiligungsquote bei Personen der nachfolgenden zweiten Zuwanderergeneration ohne eigene Migrationserfahrung liegt hingegen bei 49 Prozent.

Diese und weitere interessante Zahlen und Fakten finden Sie in dem am 11. September 2018 von der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit der OECD in Berlin vorgestellten OECD-Bericht „Bildung auf einen Blick 2018“. Er bietet Daten zum Aufbau, zur Finanzierung und zur Leistungsfähigkeit von Bildungssystemen aus 36 OECD-Ländern sowie einer Reihe von Partnerländern.

Weitere Informationen finden Sie auch in den Ländernotizen zu Deutschland, die zusammen mit dem Gesamtbericht auf der Website der OECD kostenfrei heruntergeladen werden können.

Weitere Informationen:


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