Berufliche Weiterbildung in Brandenburg

Berufliche Weiterbildung muss neu ausgerichtet werden

Mehr als 30 Projekte präsentierten Mitte Oktober 2018 ihre Ergebnisse zur Zukunft der Weiterbildung im bundesweiten Förderschwerpunkt „Innovative Ansätze einer zukunftsfähigen beruflichen Weiterbildung (InnovatWB)“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Zahlreiche Partner aus Wissenschaft und Praxis erforschten, entwickelten und erprobten in den vergangenen drei Jahren entsprechende Grundlagen und Konzepte. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) koordinierte den Förderschwerpunkt und begleitete ihn wissenschaftlich. Aus der Projektarbeit ergeben sich konkrete Handlungsempfehlungen: Weiterbildung müsse stärker individuell gestaltet und besser in den Arbeitsalltag integriert werden. Das bedeutet, dass die konkreten Bedürfnisse und Möglichkeiten der Beschäftigten am jeweiligen Arbeitsplatz in den Fokus rücken sollen. Zudem sollen individuelle Lernprozesse professionell begleitet werden.

Ein Arbeitsschwerpunkt der Projekte bestand darin, die Beschäftigungsfähigkeit von niedrig oder nicht formal Qualifizierten zu verbessern, beispielsweise durch das Erfassen vorhandener Kompetenzen oder die Stärkung selbstorganisierter Lernprozesse mit digitalen Medien. Hier wurden unter anderem Handreichungen für die Praxis entwickelt, wie beispielsweise ein Methodenkoffer zum selbstorganisierten Lernen. Um kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu unterstützen, wurde die Methode der kollegialen Beratung für Führungskräfte erfolgreich erprobt.

In einem weiteren Schwerpunkt wurde untersucht, wie Bildungseinrichtungen und Lehrkräfte auf die Herausforderungen der Digitalisierung und einer älter werdenden Gesellschaft eingehen. Um Bildungsberatung und Lernbegleitung auszubauen, müssen Bildungsanbieter sowohl ihr Personal als auch die gesamte Organisation weiterentwickeln und sich stärker in den Regionen vernetzen. Die Projekte erstellten Anforderungs- und Kompetenzprofile zur Professionalisierung des Weiterbildungspersonals. So können Lehrende zum Beispiel über einen „Selbsttest für Medienkompetenz“ oder einen „Kompetenzreflektor für Weiterbildungspersonal“ herausfinden, wie sie sich für die neuen Anforderungen qualifizieren sollten.

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