Berufliche Weiterbildung in Brandenburg

Auswirkungen der Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt im Land Brandenburg

Laut der Anfang Dezember 2018 veröffentlichten Langfassung der Studie „Arbeit 4.0 in Brandenburg. Ergebnisse zu Digitalisierungsniveaus, Beschäftigungseffekten, Arbeitsformen, Qualifizierungsbedarfen“ der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB) wirkt sich die Digitalisierung für die Unternehmen eher positiv aus. Klug eingesetzte Technik, die organisatorisch und personalwirtschaftlich eingebettet wird, kann zum Beschäftigungsmotor in Brandenburg werden.

Die Ergebnisse zeigen, dass die große Mehrheit der Brandenburger Betriebe bereits digitale Technologien nutzt. Weite Teile der Brandenburger Wirtschaft führen digitale Lösungen ein, um zu wachsen, neue Geschäftsmodelle umzusetzen und Marktinnovationen einzuführen. Neu gegründete Unternehmen weisen im Vergleich zum Durchschnitt aller Betriebe einen deutlich höheren Digitalisierungsgrad auf.

Auf dem Brandenburger Arbeitsmarkt wird es laut Studie im Zuge der Digitalisierung zu Verschiebungen zwischen den Branchen kommen: Insbesondere Tätigkeiten im verarbeitenden Gewerbe werden sich aufgrund neuer Technologien tiefgreifend ändern. Vor allem bei den wissensintensiven Dienstleistungen wie zum Beispiel der Informationstechnik ist mit einem steigenden Fachkräftebedarf zu rechnen.

Aus Sicht der Autor/innen sollten Weiterbildungseinrichtungen im Land Brandenburg die Chance nutzen, die Digitalisierung der Unternehmen zukünftig noch besser mit ihren Angeboten zu unterstützen. Der digitale Wandel der Arbeit verlange von den Beschäftigten neben technischen Kompetenzen auch Prozesswissen, Interdisziplinarität, Kommunikationskompetenzen und die Fähigkeit zum eigenverantwortlichen Handeln. In Brandenburg bestehe insbesondere ein Bedarf an zahlreichen weiteren Bildungsangeboten zu digitalen Themen sowie modernen Lernformen wie beispielsweise E-Learning. Zudem sei es notwendig, Weiterbildungsangebote zunehmend firmenintern anzubieten im Rahmen eines praxisbezogenen Lernens direkt am Arbeitsplatz.

Für die repräsentative Umfrage wurden 1.051 Betriebe von Mai bis Dezember 2017 telefonisch interviewt. Zusätzlich wurden statistische Analysen und Szenario-Rechnungen durchgeführt. Die Befragung wurde von der WFBB in Auftrag gegeben und ausgewertet und durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (MASGF) des Landes Brandenburg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Brandenburg gefördert.

Alle zentralen Ergebnisse dieser Untersuchung finden Sie zum Download im Fachkräfteinformationssystem Brandenburg (FIS). Sie können die Studie auch kostenfrei als Printversion bestellen per E-Mail an: janine.maerker(at)wfbb.de.

Weitere Informationen:


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