Berufliche Weiterbildung in Brandenburg

Literaturtipps

Studie: Weiterbildungskosten in Deutschland gestiegen

Die 2015 in Deutschland erbrachten Aufwendungen für Weiterbildung betrugen insgesamt 36,4 Milliarden Euro und sind damit mehr als doppelt so hoch wie im Bildungsfinanzbericht des Statistischen Bundesamtes angegeben. Zu diesem Schluss kommt die Ende Januar 2019 veröffentlichte Studie „Kosten der Weiterbildung in Deutschland – Verteilung der Finanzlasten auf Unternehmen, Privatpersonen, öffentliche Hand“ des Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS). Privathaushalte gaben 10,8 Milliarden Euro aus und Betriebe 14,2 Milliarden Euro. Die öffentliche Hand trug 11,4 Milliarden Euro als steuerliche Refinanzierung privater Ausgaben.

Im Rahmen der Untersuchung wurden die weiterbildungsbezogenen Finanzierungsdaten verschiedener Quellen aus den Jahren 2006 bis 2015 ausgewertet. Der Langzeitvergleich zeigte einen Anstieg der Weiterbildungskosten um rund 18,5 Prozent.

Berücksichtigt wurden neben direkten Kosten in Form von Teilnahmegebühren, Lernmaterialien oder Honoraren für Dozent/innen auch indirekte Kosten, die Beschäftigten aufgrund von Verdienstausfällen während der Fortbildungszeit oder Unternehmen in Form von Lohnfortzahlungen entstehen können. Der Anteil dieser indirekten Kosten lag bei rund 36 Prozent. Der Bildungsfinanzbericht des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2015 weist Weiterbildungsausgaben in Höhe von 15,1 Milliarden Euro aus, da dieser indirekte Kosten nicht berücksichtigt und als private Ausgaben nur die Teilnahmeentgelte für Volkshochschulen aufführt.

Die veröffentlichte Studie ist Teil des vom FiBS durchgeführten Projekts „Volks- und regionalwirtschaftliche Kosten, Effekte und Finanzierung der Weiterbildung“, das im Rahmen des Förderschwerpunkts „Innovative Ansätze zukunftsorientierter beruflicher Weiterbildung“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Sie können die Studie auf den Webseiten des FiBS kostenfrei herunterladen.

Weitere Informationen:

Neue Broschüre für Unternehmen zum Programm „Stark im Beruf“

Die Anfang Januar 2019 veröffentlichte Broschüre „Stark im Beruf – So profitieren Unternehmen“ verdeutlicht Unternehmen den Vorteil des Förderprogramms „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ für ihre eigene Fachkräftesicherung: die unbürokratische Vermittlung von geeigneten und motivierten Bewerberinnen. Die Broschüre stellt mehrere erfolgreiche Beispiele sowie die Rahmenbedingungen für die erfolgreiche Zusammenarbeit von Trägern und Betrieben vor. Zusätzlich gibt ein neuer Flyer einen kurzen Überblick über die Förderung.

Mithilfe des Programms werden deutschlandweit Projekte gefördert, die Mütter mit Migrations- und Fluchthintergrund beim (Wieder-)Einstieg in den Arbeitsmarkt unterstützen. Ziel der Beratungs-, Informations- und Qualifizierungsangebote ist die nachhaltige Vermittlung in eine existenzsichernde Beschäftigung. Das Förderprogramm wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Bundes gefördert. Auf den Webseiten des BMFSFJ stehen die Publikationen kostenlos zum Download bereit. Nähere Informationen finden Sie in unserem Infoportal in der Rubrik „Fördermöglichkeiten“.

Weitere Informationen:

Pilot-Fortbildungskonzepte zum digitalen Lernen entwickelt

Im Rahmen des Förderprogramms „Digitale Medien in der beruflichen Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hat das Transferprojekt „vierpunkteins – Digitales Lernen in der Aus- und Weiterbildung“ die ersten Fortbildungskonzepte zum Thema digitales Lernen konzipiert. Die Konzepte unterstützen Betriebe aus der Baubranche beim zielgruppenspezifischen Einsatz digitaler Bildungsformate, dürften aber auf verschiedene Branchen übertragbar sein. Es handelt sich um insgesamt fünf Formate:

  • „d.a.v.i.t.“: Auszubildende erstellen kurze Videos über ihren Arbeitsplatz mit einem mobilen Produktionsstudio.
  • „Augmented Reality Technician (ART)“: Mitarbeiter/innen im Außendienst erhalten per Livestream Unterstützung.
  • „Betriebliche Medienmanager/innen“: Diese sind für den Einsatz digitaler Medien in der beruflichen Aus- und Weiterbildung verantwortlich.
  • „Fortbildung Ausbilder-Azubi-Kommunikation“: Die Fortbildung verbessert die Kommunikationsfähigkeit zwischen Ausbildenden und Auszubildenden.
  • „Checkliste BB Digitales Berichtsheft für Unternehmen“: Die Checkliste hilft Unternehmen bei der Umstellung auf die digitale Berichtsheftführung.

Diese Materialien aus der Pilotphase werden im Projektverlauf weiterentwickelt.

Das Transferprojekt „vierpunkteins – Digitales Lernen in der Aus- und Weiterbildung“ wird vom BMBF und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Die Materialien sind auf der Projektwebseite als kostenfreier Download verfügbar. Weitere Informationen zur Förderung finden Sie in unserem Infoportal in der Rubrik „Fördermöglichkeiten“.

Weitere Informationen:


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