Berufliche Weiterbildung in Brandenburg

Zukunftsstrategie Digitales Brandenburg: Pläne für die berufliche Weiterbildung

Am 11. Dezember 2018 verabschiedete die Brandenburger Landesregierung die „Zukunftsstrategie Digitales Brandenburg“. Damit kam das Kabinett einem Beschluss des Landtags Brandenburg vom 9. November 2016 nach, in dem die Regierung dazu aufgefordert wurde, eine Digitalisierungsstrategie zu entwickeln. Das Strategiepapier listet in sieben Handlungsfeldern rund 200 kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen für die Digitalisierung Brandenburgs auf. Neben dem Aufbau einer flächendeckenden digitalen Infrastruktur mit leistungsfähigen Breitbandanbindungen und schnellem mobilem Internet werden in der Digitalisierungsstrategie zahlreiche andere Maßnahmen aus allen Politikbereichen genannt.

Ziel sei es dabei, den digitalen Wandel im Land Brandenburg aktiv zu gestalten und den Alltag für die Bürger/innen und Unternehmen zu erleichtern mithilfe vernetzter, individualisierter und vereinfachter Abläufe, beispielsweise durch die Digitalisierung aller Verwaltungsdienstleistungen bis 2022. Zur Umsetzung von Digitalprojekten und zur Beratung von Kommunen wird zurzeit eine Digitalagentur aufgebaut. In den nächsten Jahren sollen mindestens 450 Millionen Euro in die Digitalisierung investiert werden.

Das Land Brandenburg strebt insbesondere in den Feldern Bildung, Gesundheit sowie Land- und Forstwirtschaft eine digitalpolitische Vorreiterrolle an. Die Medienkompetenz der Bürger/innen soll als Voraussetzung für den Umgang mit digitalen Anwendungen im Berufs- und Alltagsleben gefördert werden. Damit die Digitalkompetenz in allen Generationen gestärkt wird, sollen sich sämtliche Bildungseinrichtungen auf den digitalen Wandel einstellen. Es sind zahlreiche Maßnahmen geplant, um Weiterbildungsanbieter im Land Brandenburg bei der Nutzung digitaler Medien sowie Lehr- und Lernformate wie beispielsweise Blended Learning oder Webinaren zu unterstützen, zum Beispiel:

  • Förderung der digitalen Ausstattung bei Weiterbildungseinrichtungen zur Erwachsenenbildung (Maßnahme 41): Die technische Ausstattung von staatlich anerkannten Weiterbildungseinrichtungen, Landesorganisationen und Heimbildungsstätten soll modernisiert werden.
  • Entwicklung medienpädagogischer Weiterbildungsangebote (Maßnahme 43): Weiterbildungsanbieter können in Modellprojekten u. a. Weiterbildungsangebote zur Nutzung digitaler Medien entwickeln.
  • Entwicklung digitaler Weiterbildungsformate (Maßnahme 44): Weiterbildungseinrichtungen können in Modellvorhaben digitale Lehr-/Lernformate entwickeln und vorhandene Blended-Learning-Angebote weiterentwickeln.
  • Weiterbildungscampus Brandenburg (Maßnahme 47): Weiterbildungsanbieter sollen mit dem digitalen Weiterbildungscampus eine zentrale Bildungsplattform für digital unterstützte Lehr- und Lernszenarien erhalten, die zuverlässig, institutionsübergreifend, datenschutzkonform und juristisch abgesichert ist und die es ihnen ermöglicht, digitale Inhalte untereinander auszutauschen bzw. gemeinsam zu nutzen.

Weitere Informationen:


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