Berufliche Weiterbildung in Brandenburg

Öffentliche Weiterbildungsfinanzierung stagniert

Laut einer aktuellen Studie der Bertelsmann Stiftung gab die öffentliche Hand im Jahr 2015 für die Weiterbildung 6,3 Milliarden Euro aus – kaum mehr als vor 20 Jahren. Im Vergleich zu 1995 stiegen die Investitionen in diesem Bereich lediglich um 4,8 Prozent. In anderen Bildungsbereichen nahmen die Ausgaben im selben Zeitraum wesentlich stärker zu mit Anstiegen um ca. 41 Prozent in der Schulbildung, ca. 62 Prozent in der Berufsausbildung, ca. 78 Prozent in der Hochschulbildung und 150 Prozent in der frühkindlichen Bildung.

In Deutschland wurden 2015 insgesamt rund 26,9 Milliarden Euro für die Weiterbildung ausgegeben. Mit fast 20,6 Milliarden Euro wurde der Großteil davon durch die Unternehmen oder die Teilnehmenden selbst finanziert. Während die Betriebe seit 2012 etwas mehr für Weiterbildungen aufbringen (2015: 11,1 Milliarden Euro), investieren Privatpersonen mit 9,5 Milliarden Euro nun weniger. Als Gründe für den Rückgang der individuellen Ausgaben werden in der Studie u. a. das stärkere Engagement der Unternehmen sowie preiswerte oder kostenlose digitale Bildungsangebote genannt. So lagen die durchschnittlichen Weiterbildungskosten 2016 nur noch bei 254 Euro pro Teilnehmendem (2012: 298 Euro).

Daher fordern die Autorinnen und Autoren der Studie, dass der Staat stärker in die Weiterbildung investiert. Zudem sollten die öffentlichen Mittel aus ihrer Sicht öfter Geringqualifizierten oder Hartz-IV-Empfängern zugutekommen.

Bei Fragen rund um die berufliche Weiterbildung helfen Ihnen die Beraterinnen und Berater der WFBB jederzeit gern weiter, am Weiterbildungstelefon unter 0331 - 70 44 57-22, persönlich vor Ort in Potsdam, per E-Mail oder im Live-Chat. Hier erhalten Sie individuelle Unterstützung bei der Entwicklung einer Zielperspektive ebenso wie bei der Suche nach dem passenden Bildungsangebot oder einer finanziellen Förderung.

Die Studie „Weiterbildungsfinanzierung in Deutschland 1995–2015. Aktueller Stand, Entwicklung, Problemlagen und Perspektiven“ steht auf den Webseiten der Bertelsmann Stiftung kostenfrei zum Download bereit.

Weitere Informationen:


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