Berufliche Weiterbildung in Brandenburg

Neues aus der Förderlandschaft

Dienstag, 11. Juni 2019 | Kategorie: Fördermöglichkeiten, Ausbildung

BAföG-Reform verabschiedet: Änderungen ab Herbst 2019

Mitte Mai 2019 verabschiedete der Bundesrat endgültig die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geplante Reform des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG). Der erste Schritt der BAföG-Reform wird am 1. August 2019 umgesetzt. 2020 tritt die zweite Novellierungsstufe in Kraft und im Jahr 2021 die dritte Stufe. Damit werden schrittweise die Leistungen für die Geförderten erhöht und der Kreis der Antragsberechtigten erweitert.

Unter anderem werden die folgenden Änderungen umgesetzt:

  • Erhöhung des Wohnzuschlags für nicht bei den Eltern wohnende Geförderte um 30 Prozent von derzeit 250 Euro auf 325 Euro
  • Anhebung des Förderungshöchstsatzes um mehr als 17 Prozent von derzeit 735 Euro auf künftig insgesamt 861 Euro monatlich sowie Anhebung der Bedarfssätze um insgesamt 7 Prozent
  • Anhebung der Freibeträge vom Einkommen der Eltern und des Ehegatten oder Lebenspartners um insgesamt über 16 Prozent
  • Anhebung des Freibetrags für eigenes Vermögen von Auszubildenden und der zusätzlichen Vermögensfreibeträge für Auszubildende mit Unterhaltspflichten gegenüber eigenen Ehegatten, Lebenspartnern und Kindern
  • Erhöhung der monatlichen Regelrate zur Rückzahlung des BAföG-Darlehens von derzeit 105 Euro auf 130 Euro sowie Erlass der (Rest-)Schuld, wenn der Darlehensanteil des BAföG trotz nachweisbaren Bemühens aufgrund schlechter wirtschaftlicher Verhältnisse nicht innerhalb von 20 Jahren getilgt werden kann

Nähere Informationen finden Sie in unserem Infoportal in der Rubrik „Fördermöglichkeiten“.

Weitere Informationen:

Mehr Studierende mit Deutschlandstipendium gefördert

Laut aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts wurden im Jahr 2018 bundesweit ca. 27.200 Stipendiatinnen und Stipendiaten mit einem Deutschlandstipendium gefördert. Dies entspricht einem Anstieg von fast fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2018 erhielt fast ein Prozent der Studierenden ein Deutschlandstipendium. Im Bundesländervergleich liegt das Saarland mit einem Anteil der geförderten Studierenden von etwa 1,6 Prozent vorn, gefolgt von Sachsen (rund 1,2 Prozent) und Brandenburg (rund 1,1 Prozent).

Ebenfalls gestiegen sind die Mittel, die private Förderer im vergangenen Jahr für das Programm stifteten: Im Vergleich zu 2017 erhöhten sie sich von 26,9 Millionen Euro auf 28,1 Millionen Euro im Jahr 2018. Insgesamt beteiligten sich in ganz Deutschland 305 Hochschulen am Förderprogramm und warben die privaten Mittel bei mehr als 7.800 Förderern ein, darunter Unternehmen, Stiftungen oder Privatpersonen.

Seit 2011 unterstützt das Deutschlandstipendium an deutschen Hochschulen Studierende aller Nationalitäten, die begabt und leistungsstark sind und sich gesellschaftlich oder sozial engagieren. Die Förderung beträgt einkommensunabhängig 300 Euro im Monat, die hälftig vom Bund und von privaten Mittelgebern getragen werden. Weitere Informationen zur Förderung bietet unser Infoportal unter „Fördermöglichkeiten“.

Weitere Informationen:

Unser Tipp: Nutzen Sie unseren interaktiven Förderkompass im Informationsportal Weiterbildung Brandenburg. In nur zwei Schritten bringt er Sie zur passenden Weiterbildungsförderung unter mehr als 30 aktuellen Programmen des Landes Brandenburg, des Bundes und der Europäischen Union.


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