Berufliche Weiterbildung in Brandenburg

Neues aus der Förderlandschaft: Erste „Europäische Hochschulen“ ausgewählt

Montag, 08. Juli 2019 | Kategorie: Fördermöglichkeiten, Qualität in der Weiterbildung, Europa

Ende Juni 2019 gab die Europäische Kommission bekannt, welche 17 Hochschulnetzwerke aus ganz Europa zuerst im Rahmen der neuen Erasmus+-Initiative „Europäische Hochschulen“ gefördert werden. Bis zum Jahr 2024 sollen mindestens 20 transnationale Allianzen herausgebildet werden, um einen gemeinsamen europäischen Bildungsraum aufzubauen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen zu fördern sowie die internationale Mobilität von Studierenden und Hochschulpersonal zu stärken. Damit soll die Qualität und Attraktivität der europäischen Hochschulbildung erhöht werden.

An den ersten 17 ausgewählten Netzwerken sind 114 Hochschuleinrichtungen aus 24 EU-Mitgliedstaaten beteiligt. Jede Allianz besteht durchschnittlich aus sieben Hochschulen aus allen Teilen Europas. Die „Europäischen Hochschulen“ bilden interuniversitäre Campusse, zwischen denen sich Studierende, Doktorand/innen, Mitarbeiter/innen und Forscher/innen nahtlos bewegen können. Gemeinsame Lehrpläne werden erstellt, die flexibel sind und verschiedene Disziplinen abdecken. So wird den Studierenden ermöglicht, ihr Studium individuell zu gestalten und selbst zu entscheiden, was sie wo und wann studieren. Am Ende des Studiums erwerben sie einen europäischen Abschluss. Für die ersten Netzwerke stehen insgesamt ca. 85 Millionen Euro zur Verfügung. Jede Allianz wird in den kommenden drei Jahren rund fünf Millionen Euro erhalten. Für Herbst 2019 plant die Europäische Kommission, eine zweite Ausschreibung zu veröffentlichen.

Die europäischen Netzwerke erproben verschiedene Modelle zur Umsetzung des neuen Konzepts der „Europäischen Hochschulen“. Während einige Allianzen einen umfassenden Ansatz verfolgen und sämtliche Disziplinen abdecken, konzentrieren sich andere auf bestimmte Bereiche wie beispielsweise Nachhaltigkeit in Küstenstädten, Sozialwissenschaften oder globale Gesundheit.

Mit der Universität Potsdam ist ebenfalls eine Hochschule aus dem Land Brandenburg vertreten. Die Universität und ihre fünf europäischen Partnerhochschulen in Paris Nanterre und Rennes (Frankreich), in Cagliari (Italien), Brno (Tschechien) und Pécs (Ungarn) bilden das Netzwerk „European Digital UniverCity“ (EDUC).

Das EU-Programm Erasmus+ unterstützt die Lernmobilität im Hochschulbereich und im Schul-, Berufs- und Erwachsenenbildungsbereich sowie Jugendbegegnungen und Freiwilligendienste. Nähere Informationen zur Förderung finden Sie in unserem Infoportal in der Rubrik „Fördermöglichkeiten“.

Weitere Informationen:

Unser Tipp: Nutzen Sie unseren interaktiven Förderkompass im Informationsportal Weiterbildung Brandenburg! In nur zwei Schritten bringt er Sie zur passenden Weiterbildungsförderung unter mehr als 30 aktuellen Programmen des Landes Brandenburg, des Bundes und der Europäischen Union.


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