Berufliche Weiterbildung in Brandenburg

Pflegeberufe: 2018 mehr Anträge auf Berufsanerkennung gestellt

Freitag, 06. September 2019 | Kategorie: Studien zur beruflichen Weiterbildung, Ausbildung, Inklusion

Wie das Statistische Bundesamt Ende August 2019 bekannt gab, wurden im vergangenen Jahr rund 39.000 neue Anträge auf Anerkennung einer im Ausland erworbenen Berufsqualifikation gestellt. Bei Pflegekräften wuchs die Anzahl der Anträge gegenüber dem Vorjahr um mehr als 30 Prozent von rund 8.800 (2017) auf ungefähr 11.500 (2018). Insgesamt wurden seit Inkrafttreten des Anerkennungsgesetzes des Bundes im Jahr 2012 ca. 140.700 Anträge auf Berufsanerkennung eingereicht.

53 Prozent aller gestellten Anträge auf Berufsanerkennung führten im Jahr 2018 zur vollen Gleichwertigkeit mit dem deutschen Referenzberuf. Nur zwei Prozent der ausländischen Berufsabschlüsse wurden nicht anerkannt. In 36 Prozent der Fälle wurden Ausgleichsmaßnahmen als Auflage erteilt. Zehn Prozent der Anerkennungsverfahren hatten eine teilweise Gleichwertigkeit als Ergebnis.

Der Anteil an Anträgen aus Drittstaaten überstieg mit fast 70 Prozent erneut den der Anträge aus EU-Ländern und der Schweiz. Die häufigsten Ausbildungsstaaten waren Syrien sowie Bosnien und Herzegowina, gefolgt von Serbien.

Da der rechtliche Anspruch auf ein Anerkennungsverfahren unabhängig vom Wohnort besteht, können auch im Ausland lebende Fachkräfte einen Antrag auf Anerkennung stellen. Diese Möglichkeit nutzten im Jahr 2018 etwa 6.000 Menschen – deutlich mehr als im Vorjahr (2017: ca. 3.600).

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