Berufliche Weiterbildung in Brandenburg

OECD-Bericht „Bildung auf einen Blick 2019“ vorgestellt

Dienstag, 24. September 2019 | Kategorie: Ältere, Studien zur beruflichen Weiterbildung, Ausbildung

In Deutschland stieg die Beschäftigungsquote für junge Erwachsene im Alter von 25 bis 34 Jahren mit einem mittleren Bildungsabschluss – z. B. abgeschlossener Berufsausbildung – in den vergangenen zehn Jahren um sechs Prozentpunkte von 78 Prozent (2008) auf 84 Prozent (2018) an. Sie liegt damit über dem Durchschnittswert aller Mitgliedsstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) (78 Prozent) und nur knapp unter der Beschäftigungsquote junger Erwachsener mit einem tertiären Bildungsabschluss, d. h. einem Master oder vergleichbaren Abschluss (88 Prozent). Dies ist ein zentrales Ergebnis des diesjährigen OECD-Berichts „Bildung auf einen Blick 2019“.

Der diesjährige Schwerpunkt der Studie ist die höhere akademische und berufliche Bildung. Sie wird OECD-weit immer stärker nachgefragt, denn laut Studie verbessern sich mit einem höheren Bildungsabschluss die Verdienstaussichten und das Risiko der Arbeitslosigkeit sinkt. Die Studierendenzahlen an Fach- und Hochschulen und in der höheren beruflichen Bildung steigen: 2018 besaßen in den OECD-Ländern durchschnittlich 44 Prozent der jungen Erwachsenen zwischen 25 und 34 Jahren einen tertiären Abschluss. Dies entspricht einem Anstieg um neun Prozent gegenüber 2008. Demgegenüber hatten in Deutschland nur 32 Prozent der jungen Erwachsenen einen tertiären Bildungsabschluss (2008: 24 Prozent). Dass Deutschland weit unter dem OECD-Durchschnitt liegt, lässt sich insbesondere auf die starke Stellung der dualen Berufsausbildung zurückführen. In der Studie wird darauf hingewiesen, dass der Übergang von der Berufsausbildung in ein Hochschulstudium erleichtert werden sollte, da die bisherigen Möglichkeiten kaum genutzt werden.

Die Weiterbildungsbeteiligung in Deutschland lag über dem OECD-Durchschnittswert. Im Jahr 2018 nahmen 52 Prozent aller 25- bis 64-jährigen Erwachsenen an formaler und/oder nicht formaler Aus- und Weiterbildung teil (OECD-Durchschnitt: 47 Prozent). Dabei wies die Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen sowohl in Deutschland als auch in den anderen OECD-Ländern die höchste Beteiligung auf mit jeweils 57 Prozent. Während die Teilnahmequote im OECD-Durchschnitt bei zunehmendem Alter stark fiel, blieb sie in Deutschland auch in den höheren Altersgruppen auf einem hohen Niveau. So betrug sie in der Altersgruppe der 45- bis 54-Jährigen 53 Prozent (OECD-Durchschnitt: 46 Prozent) und unter den 55- bis 64-Jährigen 44 Prozent (OECD-Durchschnitt: 33 Prozent).

Diese und weitere interessante Zahlen und Fakten finden Sie in dem am 10. September 2019 von der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit der OECD in Berlin vorgestellten OECD-Bericht „Bildung auf einen Blick 2019“. Er bietet Daten zum Aufbau, zur Finanzierung und zur Leistungsfähigkeit von Bildungssystemen aus 36 OECD-Ländern sowie einer Reihe von Partnerländern. Den Gesamtbericht und die Ländernotizen zu Deutschland können Sie auf der Website der OECD kostenfrei herunterladen.

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