Berufliche Weiterbildung in Brandenburg

UNESCO stellt Weltbericht zur Erwachsenenbildung vor

In ihrem vierten „Global Report on Adult Learning and Education (GRALE 4)“ kommt die UNESCO zu dem Schluss, dass weltweit immer noch zu wenige Erwachsene Zugang zu Bildung haben. Der Bericht wurde Anfang Dezember 2019 veröffentlicht und gibt einen Überblick über die weltweite Entwicklung der Erwachsenenbildung. In fast einem Drittel aller 159 untersuchten Staaten nehmen weniger als fünf Prozent der Erwachsenen über 15 Jahren an Bildungsprogrammen teil. Insbesondere für Menschen mit Behinderung, ältere Erwachsene, Geflüchtete und Migrant/innen seien die Hürden hoch.

Laut Studienergebnissen zählt die Erwachsenenbildung in Deutschland hinsichtlich Qualität und Finanzierung im internationalen Vergleich zu den Positivbeispielen. So gehört Deutschland zu den 19 Prozent aller Länder, die mehr als vier Prozent ihres Bildungshaushalts in Erwachsenenbildung investieren.

Die Autorinnen und Autoren des Berichts loben insbesondere das deutsche Projekt „GRETA“ (Grundlagen für die Entwicklung eines trägerübergreifenden Anerkennungsverfahrens von Kompetenzen Lehrender in der Erwachsenen- und Weiterbildung). In dem Projekt wurden Qualitätskriterien für Lehrmethoden in der Erwachsenenbildung entwickelt. Ein einheitliches Kompetenzmodell für Lehrkräfte bildet alle grundlegenden erwachsenenpädagogischen Kompetenzen ab, die für eine gute Lehre erforderlich sind. Das Projekt ist beim Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) angesiedelt und wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Der Weltbericht zur Erwachsenenbildung wird alle drei Jahre vom UNESCO-Institut für Lebenslanges Lernen erstellt. Auf den Webseiten der Deutschen UNESCO-Kommission können Sie den Bericht kostenfrei herunterladen.

Weitere Informationen:


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