Berufliche Weiterbildung in Brandenburg

Brandenburger Soforthilfe für gemeinnützige Träger: Weiterbildungseinrichtungen eingeschlossen

Montag, 04. Mai 2020 | Kategorie: Fördermöglichkeiten, Inklusion

Seit Ende April können gemeinnützige Träger von Einrichtungen der Bildung, der Kinder- und Jugendhilfe, der Weiterbildung und des Sports eine Soforthilfe des Brandenburger Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) beantragen. Der Rettungsschirm richtet sich an gemeinnützige Einrichtungen mit Sitz im Land Brandenburg, die durch die Corona-Krise in eine wirtschaftliche Notlage geraten sind, die ihre Existenz bedroht. Die Landesregierung stellt hierfür insgesamt 10 Millionen Euro für drei Monate zur Verfügung. Anträge können noch bis zum 31. Juli 2020 eingereicht werden.

Antragsberechtigt im Bereich Weiterbildung sind ausschließlich gemeinnützige Weiterbildungseinrichtungen, die nach dem Brandenburgischen Weiterbildungsgesetz (BbgWBG) anerkannt sind. Dazu zählen anerkannte Heimbildungsstätten und Landesorganisationen der Weiterbildung sowie freie Träger anerkannter Einrichtungen.

Achtung: Ein Anerkennungsbescheid für die Bildungsfreistellung Brandenburg berechtigt nicht zur Antragstellung. Für die Einrichtung muss ein Bescheid über die Anerkennung nach dem Brandenburgischen Weiterbildungsgesetz (BbgWBG) vorliegen.

Die Soforthilfe wird für drei Monate ab dem Monat der Antragstellung als eine einmalige nicht rückzahlbare Leistung gewährt. Dabei soll der Zuschuss den finanziellen Schaden bzw. die voraussichtliche Finanzierungslücke ausgleichen, die ab dem 18. März 2020 aufgrund der Corona-Krise entstanden ist. Die Finanzierungslücke ergibt sich aus den fortlaufenden Personal- und Sachkosten/Verpflichtungen für den Notbetrieb des Trägers, die nicht mithilfe der verfügbaren Einnahmen (z. B. Mitgliedsbeiträge, Zuwendungen, sonstige Corona-Soforthilfen, Kurzarbeitergeld) gedeckt werden können. Das bedeutet, dass auch Schäden angegeben werden können, die noch nicht eingetreten sind, aber im Verlauf des genannten Zeitraums erwartet werden. Zu erwartende Schäden sind auf Basis des Monats der Antragstellung plausibel zu schätzen.

Hinweis: Die Soforthilfe des MBJS ist nachrangig zu anderen Hilfen. Vor Antragstellung muss alles unternommen werden, um die laufenden Kosten so weit wie möglich zu reduzieren, beispielsweise durch die Beantragung von Kurzarbeit und weiteren Hilfen wie anderen Soforthilfen des Landes oder des Bundes. Anträge für diese vorrangigen Leistungen müssen daher in der Regel vor Beantragung der Soforthilfe gestellt werden.

Weitere finanzielle Unterstützungsangebote für Unternehmen und Freiberufler in der Corona-Krise sowie digitale Tools für den schnellen Einstieg in die Online-Lehre bieten wir Ihnen in unserem Infoportal in der Rubrik „Corona: Hilfe für Bildungsanbieter im Infoportal Weiterbildung Brandenburg“.

Weitere Informationen:


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