Berufliche Weiterbildung in Brandenburg

Überbrückungshilfe für Studierende in Corona-bedingter Notlage

Mittwoch, 13. Mai 2020 | Kategorie: Fördermöglichkeiten, Ausbildung

Was können Studierende tun, wenn der Nebenjob aufgrund der Corona-Pandemie gekündigt wurde und kein Anspruch auf BAföG besteht? Als Überbrückungshilfe stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Betroffenen seit Anfang Mai 2020 den KfW-Studienkredit bereit, ein in der Startphase bis zum 31. März 2021 zinsloses Darlehen in Höhe von monatlich bis zu 650 Euro. Der Antrag wird online direkt bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gestellt. Studierenden, die bereits einen KfW-Studienkredit haben, werden vom 1. Mai 2020 bis zum 31. März 2021 automatisch ebenfalls keine Zinsen berechnet.

Ausländische Studierende können das Darlehen ab dem 1. Juni 2020 bei der KfW beantragen, sofern sie an einer deutschen Adresse gemeldet sind. Der Kredit wird bis zum 31. März 2021 für sie geöffnet. Insgesamt stehen für den KfW-Studienkredit ein Milliarde Euro zur Verfügung.

Für besonders akute Notfälle stellt der Bund zudem 100 Millionen Euro für die Nothilfefonds der Studierendenwerke bereit, die als nicht rückzahlbare Unterstützung vergeben werden. Im Land Brandenburg können sich Studierende an die Härtefallfonds des Studentenwerks Potsdam und des Studentenwerks Frankfurt (Oder) wenden.

Aufgrund des Starts der Überbrückungshilfe des Bundes wurde das Ende April 2020 vom Brandenburger Wissenschaftsministerium angekündigte Soforthilfe-Programm für Brandenburger Studierende zwischenzeitlich auf Eis gelegt.

Wer sich einen neuen Nebenjob suchen möchte, sollte einen Blick ins Fachkräfteportal Brandenburg werfen: Hier sind zahlreiche Jobangebote in systemrelevanten Bereichen zu finden, aus denen sich möglicherweise auch langfristig attraktive Perspektiven ergeben.

Hinweis: Falls aufgrund der Auswirkungen der Pandemie eigenes Einkommen oder das der Eltern wegfällt, können Studierende einen neuen Antrag auf Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) stellen. Allerdings ist dies erst dann möglich, wenn über die Anträge der Eltern zu Kurzarbeit oder Grundsicherung entschieden wurde.

Das BAföG ermöglicht jungen Menschen eine ihren Interessen und Fähigkeiten entsprechende Ausbildung bzw. ein Studium und finanziert gleichzeitig ihren Lebensunterhalt – unabhängig von ihrer sozialen und wirtschaftlichen Situation. Seit 2015 trägt ausschließlich der Bund die Kosten für das BAföG, zuvor haben es Bund und Länder gemeinsam finanziert. Nähere Informationen finden Sie in unserem Infoportal in der Rubrik „Fördermöglichkeiten“.

Weitere Informationen:

Unser Tipp: Nutzen Sie unseren interaktiven Förderkompass im Informationsportal Weiterbildung Brandenburg! In nur zwei Schritten bringt er Sie zur passenden Weiterbildungsförderung unter mehr als 30 aktuellen Programmen des Landes Brandenburg, des Bundes und der Europäischen Union.


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