Berufliche Weiterbildung in Brandenburg

Bundesregierung beschließt Programm „Ausbildungsplätze sichern“

Donnerstag, 02. Juli 2020 | Kategorie: Fördermöglichkeiten, Jugendliche, Ausbildung

Ende Juni beschloss das Bundeskabinett die Eckpunkte für das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sollen im Ausbildungsjahr 2020/21 ausbildungsplatzbezogene Prämien erhalten, damit sie ihre Ausbildungsaktivitäten aufrechterhalten und junge Menschen ihre Ausbildung fortsetzen und erfolgreich abschließen können. Das Programm ist Teil eines umfangreichen Konjunkturpakets mit einem Volumen von 130 Milliarden Euro, das Unternehmen, Kommunen und Familien in der Corona-Pandemie entlasten soll. Für die Unterstützung von Ausbildungsbetrieben sowie ausbildenden Einrichtungen in den Gesundheits- und Sozialberufen sind in den Jahren 2020 und 2021 bis zu 500 Millionen Euro vorgesehen. Die folgenden Maßnahmen sind geplant:

  • Ausbildungsprämien: Unternehmen, die ihr Ausbildungsplatzangebot nicht verringern, erhalten für jeden neu geschlossenen Ausbildungsvertrag eine einmalige Prämie in Höhe von 2.000 Euro. Betriebe, die das Angebot sogar erhöhen, sollen für jeden zusätzlichen Ausbildungsvertrag 3.000 Euro bekommen.
  • Vermeidung von Kurzarbeit: Stark von Kurzarbeit betroffene KMU, die ihre Auszubildenden und das Ausbildungspersonal dennoch nicht in Kurzarbeit bringen, werden mit 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung gefördert.
  • Auftrags- und Verbundausbildung: Wenn Unternehmen die Ausbildung temporär nicht fortsetzen können, können andere Betriebe, Überbetriebliche Berufsbildungsstätten oder weitere etablierte Ausbildungsdienstleister zeitlich befristet die Ausbildung übernehmen und dafür gefördert werden.
  • Übernahmeprämie: KMU, die Auszubildende aus Insolvenzbetrieben bis zum Abschluss ihrer Ausbildung übernehmen, erhalten für jeden Auszubildenden eine Prämie von 3.000 Euro.

Zurzeit werden die Förderrichtlinien erarbeitet, die die konkreten Voraussetzungen der Förderungen benennen sowie die Stellen, bei denen die Förderungen beantragt werden können. Die Bundesagentur für Arbeit soll fast das gesamte Programm umsetzen. Davon ausgenommen ist lediglich die Auftrags- und Verbundausbildung, deren Durchführungsdetails derzeit im Rahmen der Allianz für Aus- und Weiterbildung erörtert werden.

Weitere Informationen:

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