Berufliche Weiterbildung in Brandenburg

Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ startet

Montag, 03. August 2020 | Kategorie: Fördermöglichkeiten, Jugendliche, Ausbildung

Am 1. August 2020 starteten wesentliche Teile des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erhalten im Ausbildungsjahr 2020/21 ausbildungsplatzbezogene Prämien, damit sie ihre Ausbildungsaktivitäten aufrechterhalten und junge Menschen ihre Ausbildung fortsetzen und erfolgreich abschließen können. Das Programm ist Teil eines umfangreichen Konjunkturpakets mit einem Volumen von 130 Milliarden Euro, das Unternehmen, Kommunen und Familien in der Corona-Pandemie entlasten soll.

Für die Unterstützung von Ausbildungsbetrieben sowie ausbildenden Einrichtungen in den Pflege-, Gesundheits- und Sozialberufen stehen in den Jahren 2020 und 2021 insgesamt 500 Millionen Euro zur Verfügung. Eine erste Förderrichtlinie für das Bundesprogramm wurde am 31. Juli 2020 veröffentlicht. Somit können KMU ab sofort die folgenden Förderungen bei ihrer zuständigen Agentur für Arbeit beantragen:

  • Ausbildungsprämie: Unternehmen, die ihr Ausbildungsplatzangebot nicht verringern, erhalten für jeden neu geschlossenen Ausbildungsvertrag eine einmalige Prämie in Höhe von 2.000 Euro.
  • Ausbildungsprämie plus: Betriebe, die das Ausbildungsplatzangebot sogar erhöhen, bekommen für jeden zusätzlichen Ausbildungsvertrag eine Prämie von 3.000 Euro.
  • Vermeidung von Kurzarbeit: Stark von Kurzarbeit betroffene KMU, die ihre Auszubildenden und das Ausbildungspersonal dennoch nicht in Kurzarbeit bringen, werden mit Zuschüssen in Höhe von 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung gefördert.
  • Übernahmeprämie: KMU, die Auszubildende aus pandemiebedingt insolventen Betrieben bis zum Abschluss ihrer Ausbildung übernehmen, erhalten für jeden Auszubildenden eine Prämie von 3.000 Euro.

In einer zweiten Richtlinie soll zeitnah die Förderung der Auftrags- und Verbundausbildung umgesetzt werden, die ebenfalls Teil des Bundesprogramms ist. Anträge können jedoch erst nach Veröffentlichung der Förderrichtlinie gestellt werden:

  • Auftrags- und Verbundausbildung: Wenn Unternehmen die Ausbildung temporär nicht fortsetzen können, können andere Betriebe, Überbetriebliche Berufsbildungsstätten oder weitere etablierte Ausbildungsdienstleister zeitlich befristet die Ausbildung übernehmen und dafür gefördert werden.

Gefördert werden Ausbildungen, die frühestens am 1. August 2020 beginnen. Dies gilt auch, wenn der Ausbildungsvertrag bereits früher abgeschlossen wurde. Nähere Informationen zur Förderung aus dem Programm „Ausbildungsplätze sichern“ finden Sie auf den Webseiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Weitere Informationen:

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